TCM-Kräutermischung lindert Beschwerden nach Chemotherapie

TCM-Kräutermischung lindert Nebenwirkungen der Chemotherapie. Foto:www.istockphoto.com/KingWu
TCM-Kräutermischung lindert Nebenwirkungen der Chemotherapie. Foto:www.istockphoto.com/KingWu

Ein aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammendes Kräutermittel lindert laut jüngsten Studienergebnissen die Nebenwirkungen einer Chemotherapie.


Die Mixtur mit dem Namen Huang Qin Tang besteht aus vier Pflanzenstoffen - Süßholz, Edelpfingstrose, Baikal-Helmkraut und Brustbeere. In China wird sie seit Jahrhunderten gegen Darmbeschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen verwendet. Erst kürzlich belegte nun eine Studie an Darmkrebspatienten, dass diese Mischung den Verdauungstrakt gegen Schäden durch eine Chemotherapie schützt.

            Die Ursache dieser Wirkung klärten Pharmakologen der amerikanischen Universität Yale nun an Mäusen mit Darmtumoren, die eine Chemotherapie erhielten. Ein Teil der Nager bekam ein auf der Kräutermischung basierendes Präparat.

            Tatsächlich besserte das Mittel die lädierte Darmwand der Tiere, und die Mäuse nahmen weniger stark ab. Wie die Forscher in der Zeitschrift „Science Translational Medicine“ berichteten, hemmte die Mixtur Entzündungsreaktionen und stimulierte die Bildung neuer Stammzellen, die die geschädigten Darmwandzellen ersetzten. Die Wirkung der Chemotherapie auf die Krebszellen wurde dabei nicht geschmälert. Ob sich die Resultate auf den Menschen übertragen lassen, ist bisher nicht gesichert. (fei)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0