Bockshornklee, die Curry-Energie

Kein Curry ohne Bockshornklee. So sehen es zumindest die Inder, und deshalb ist Bockshornklee in der Küche des Subkontinents so beliebt. Das bittere Aroma der Bockshornklee-Samen erinnert an Sellerie und Liebstöckel und würzt indische Chappatis und Naans (indische Brotarten) so wie Chutneys und ist Bestandteil verschiedener Currymischungen.

Besonders gut passt das Gewürz in vegetarische Speisen, zu Linsen, Spinat, Kartoffeln. Auch im Orient ist man den bitteren Samen nicht abgeneigt und verfeinert Brot, Pastirma (luftgetrocknete Fleischspezialität) und Gemüse damit. Die Europäer verwenden Bockshornklee gerne als Würze von Käse und Brot. Experimentierfreudige können die Samen auch keimen lassen und mit einer Vanaigrette mit schwarzen Oliven uns Tomaten als Salat anrichten.

 

Der Schmetterlingsblütler kommt heute von China bis zum Mittelmeer, von wo er ursprünglich stammt, wild vor. Dies erklärt auch, warum der botanische Namen übersetzt „griechisches Heu“ bedeutet. Bockshornklee ist eine kleine, zierliche Pflanze mit kleeähnlichen Blättern, die weiß oder gelb blüht. Die unregelmäßig-viereckigen Samen enthalten nur wenig ätherisches Öl, dessen aromabestimmende Komponente  das Soloton ist. Für den bitteren Geschmack sind die Furostanoglycoside verantwortlich.

 

Obwohl in Indien auch die Blätter gerne verwendet werden, kann man in unseren Breiten ausschließlich die Samen käuflich erwerben. In gemahlenem Zustand sollten sie allerdings eher schnell aufgebraucht werden. Es ist empfehlenswert, die Samen vor Verwendung ohne Fett in einer beschichteten Pfanne zu rösten, weil sich so der bittere Geschmack verliert.

 

Bockshornklee harmoniert mit Fenchel, Limetten, Kardamom, Kreuzkümmel, Kurkuma, Nelken, Pfeffer, Schwarzkümmel und Zimt.

 

Zu seinen Wirkungen und verborgenen Kräften zählt, dass er das allgemeine Wohlbefinden fördert. Bockshornklee gilt als schleimlösend, und Hildegard von Bingen empfiehlt eine äußerliche Anwendung in Form einer Kompresse / Tee bei der Abheilung von verschiedenen Hauterkrankungen. Bockshornklee spielt eine wichtige Rolle in der gesamten ayurvedischen Medizin. Die nährenden Samen werden für Gewichtszunahme, als Wehenauslöser und zur Behandlung von Gastritis empfohlen. Das Gewürz vermindert Vata und Kapha und vermehrt Pitta. In der TCM werden die Samen des Bockshornklees dem Element Feuer zugeordnet und es wird ihnen eine wärmende Wirkung nachgesagt.

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