Studie bestätigt: Hunde sind die besseren Seelendoktoren für Kinder

Ein Forscherteam aus Österreich, Deutschland und der Schweiz hat erstmals wissenschaftlich die ursächlichen Gründe für die Wirkung von Tieren auf unser Wohlbefinden ermittelt. Der Nachweis gelang im Rahmen von Untersuchungen zur Frage, ob bei Kindern ein Zusammenhang zwischen dem Stresshormon Kortisol und der Anwesenheit von Hunden festgestellt werden kann. Die Kinder stammten alle aus problematischen, instabilen Familienverhältnissen. 

 

Die Kinder wurden dazu in eine Art Prüfungssituation gebracht, die kontrollierten Stress erzeugt ("Trierer Stresstest"). Es wurden drei Gruppen gebildet, einer stand eine freundliche junge Person hilfreich zur Seite, einer anderen ein Stoffhund und der dritten ein richtiger Hund. Die aus Speichelproben gemessenen Werte des Stresshormons Kortisol zeigten, dass Kinder aus den Situationen mit dem Erwachsenen und dem Stoffhund gestresster herauskamen, als sie zu Beginn waren. In der Hunde-Gruppe war das nicht der Fall. Die Kinder gingen in den Test mit hohem Kortisolspiegel, der dann kontinuierlich abfiel. Sie waren am Ende des Tests mit Hilfe des Hundes deutlich entspannter und der Kortisolwert fiel unter den Ausgangswert.

 

Dies war allerdings nicht bei allen Kindern der Fall. Das Ausmaß der Stressminderung hing davon ab, wie intensiv sich die Kinder auf den Hund einließen. Die bloße Anwesenheit des Hundes reichte nicht aus, die Kinder mussten sich die Wirkung quasi durch ihren Bezug auf den Hund selbst abholen.

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