Brennnessel: eine köstliche Gefahr

Brennnesselblätter sind zart und schmecken ähnlich wie Spinat, allerdings würziger und aromatischer. Mit den frischen Blättern lässt sich im Frühling eine sehr fein schmeckende Suppe kochen. Wie Spinat können die Brennnesselblätter auch gedünstet als Gemüse gegessen werden.

Fans der italienischen Küche können die Blätter fein hacken, mit Ziegenkäse oder Ricotta, Salz und etwas Olivenöl mischen und damit entweder Nudelteig (Ravioli!) füllen oder – für Eilige – die Mischung unter frisch gekochte Nudeln heben. Und gleich noch eine heiße Empfehlung für Italien-Freunde: Brennnessel-Risotto – ein frühlingshaft köstliches Gericht.

 

Mit getrockneten Brennnesseln kann ein milder Tee zubereitet werden, der im Frühling gut passt und durch seine entschlackenden Eigenschaften auch als Kur getrunken werden kann. Die Blätter werden mit kochendem Wasser überbrüht, nach 5-10 Minuten ergibt sich ein grünlicher, mild schmeckender Tee.

 

Die Brennnessel gehört zur Familie der Urticaceae, der Nesselgewächse, wobei die mehrjährige (U. doica) von der einjährigen (U. urens) unterschieden wird. In Europa sind Brennnesseln weit verbreitet, sie wachsen auf nährstoffreichen Böden bevorzugt in der Nähe des Menschen, an Zäunen entlang und in Gärten, und sie werden bis zu einem Meter hoch. Auf Blättern und Stängeln befinden sich Brennhaare, deren Spitzen bei Berührung abbrechen und ihren juckenden Inhalt frei setzen. Für das Jucken und Brennen sind Amin-Verbindungen zuständig, ansonsten enthalten Brennnesseln Flavonoide, Chlorophylle und Carotinoide. Brennnesseln enthalten reichlich Spurenelemente und Mineralien.

 

Brennnesseln haben sich als Hausmittel bewährt: Sie sollen blutreinigend, blutdrucksenkend, stoffwechselanregend und harntreibend sein und werden zur Entschlackung und für Kuren eingesetzt. In der Volksmedizin ist die Brennnessel das beste pflanzliche Heilmittel zur Behandlung von Blutarmut und Eisenmangel, weshalb gerade Frauen diesen Tee regelmäßig trinken sollten, da er auch Unterleibsbeschwerden lindert. Die Pflanze wird außerdem zur unterstützenden Behandlung von Asthma, Heuschnupfen und Haut-Ekzemen empfohlen. Laut TCM haben Brennnesseln eine kühle Wirkung, vertreiben Lungenfeuchtigkeit und nähren das Leberblut. Die zugeordneten Organe sind Leber, Milz, Blase und Lunge.

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