Familienbande, neu aufgestellt

Foto:Oliver Raupach/Fotolia.com
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Hexerei oder Heilmethode? Familienaufstellungen gehören mittlerweile zum Gesellschaftsdiskurs wie sein guter Ton. Ihre Faszination bannt Experten und erfasst Neugierige.

  Von Sigrit Fleisz

Es kommt in den besten Kreisen vor: Im Hause jeder Familie ist irgendwo eine Leiche im Keller vergraben. Einmal schwarzes Schaf, immer Außenseiter: Pro Generation verfehlt mindestes ein Mitglied der Sippe die Familiengebote wie das Amen im Gebet. Der Theologe und Afrika-Missionar Bert Hellinger machte unter anderem daran seine Theorie der Systemischen Psychotherapie oder Familienaufstellung fest. Das Gesetz des Ausgleichs gäbe da schon Anlass zur Hoffnung: Wo etwas fehlt, und zwar konkret innerhalb des Systems Familie über Generationen, soll das Gleichgewicht wieder hergestellt werden, sonst zöge das hinterbliebene Loch in der Folge immer schlimmere Ereignisse beziehungsweise Schicksale an. Doch wie funktioniert es, dass Gregor, 39 Jahre, dessen Urgroßonkel Alkoholiker war und sich schließlich aus Scham und Verzweiflung selbst das Leben nahm, seine schwere Depression durch eine Familienaufstellung in den Griff bekommt?

 

Im Rahmen der Familienaufstellung werden Personen, die einander nicht kennen müssen, mithilfe eines ausgebildeten Psychotherapeuten mit überlieferten Geschichten und Problematiken aus der eigenen Familienhistorie konfrontiert.

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