"Bio ist keine Ich-AG"

Foto:Ochsenherz
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Welche Wahlmöglichkeiten haben Konsumenten bei der Suche nach gesunden Lebensmitteln und was läuft falsch im System? Martin Schriebl-Rümmele sprach mit Kleinbauernvertreterin Karin Okonkwo-Klampfer, Bio Austria-Sprecher Lothar Greger, Biobauer Gerhard Zoubek und Autor Clemens G. Arvay.

lebensweise: Durch die Vermarktung von Bioprodukten im Lebensmittelhandel werden die Produkte für eine immer größere Bevölkerungsgruppe zugänglich und erschwinglich. Wie sehen Sie die Entwicklung und welche Alternativen und Wahlmöglichkeiten haben Konsumenten?

Karin Okonkwo-Klampfer: Bioprodukte im Supermarkt wecken in mir gemischte Gefühle - die Entwicklung hat Vor- und Nachteile, vor allem aber geht sie sehr schnell. Für viele Menschen passt diese Art mit der Vorstellung, die sie von Biolandwirtschaft haben nicht zusammen. Viele Menschen können das nicht benennen, spüren aber, dass es hier Entwicklungen gibt, wie bei konventionellen Produkten.

Clemens G. Arvay: Der Einstieg konventioneller Handelskonzerne ist ambivalent zu bewerten. Einerseits führte er dazu, dass Biolebensmittel bekannter wurden. Auch ist unumstritten, dass die Biobranche durch den Einstieg der finanzkräftigen Goliaths einen enormen Aufwind erfuhr: Der Bio-Boom hatte begonnen. Andererseits holte man die Interessen der konventionellen Oligopolkonzerne mit an Bord. Dadurch ...

 

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