Ohne Kaffee geht es einfach nicht

Acht Kilo Kaffee trinken Österreicherinnen und Österreicher jedes Jahr. Die lebensweise machte sich mit der Bohne auf die Reise und stieß auf Kleinbauern, Spekulanten, hohe Rohstoffpreise und Umweltschäden durch ein Produkt, dessen Wirkung auf die Gesundheit heftig diskutiert wird.

Der Wecker läutet – raus aus den Federn. Die ersten Schritte führen in die Küche. „Ich brauche Kaffee.“ Schon bald tropft die duftende Köstlichkeit in die Kanne, ohne die die meisten Menschen in diesem Land ihren Tag nicht beginnen wollen. Laut Statistik trinkt jede Österreicherin und jeder Österreicher täglich 2,6 Tassen Kaffee. Die Alpenrepublik liegt damit innerhalb Europas im oberen Mittelfeld. Am meisten Kaffee trinken übrigens die Finnen – sie liegen bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als elf Kilo im Jahr. Deutschland und die Schweiz liegen bei etwa sechs Kilogramm. Und jenes Land, dem gemeinhin die größte Kaffeetradition zugeschrieben wird – Italien nämlich – hält bei vergleichsweise geringen 5,6 Kilo pro Kopf und Jahr.

 

Bis die tägliche Dosis des koffeinhaltigen Getränks allerdings in Österreich genossen werden kann, liegt ein weiter Weg hinter den braunen Bohnen. Der größte Produzent von Kaffee ist nach wie vor Brasilien, gefolgt von Vietnam, Indonesien, Kolumbien, Indien und Mexiko. Etwa 130 Millionen Säcke Kaffee zu jeweils 60 kg werden jährlich geerntet – 100 Millionen Säcke Kaffee werden exportiert – Hauptabnehmer sind die USA und Europa.

 

Der lange Weg, den Kaffee zu uns zurücklegt, beginnt üblicherweise auf einer kleinen, von einer Bauernfamilie geführten, Kaffeeplantage, mitten in einem Regenwaldgebiet (80 Prozent der Anbauflächen befinden sich im Regenwald). Lange Zeit wurde Kaffee vergleichsweise ökologisch angebaut: Umgeben von dichten Wäldern, die sowohl Schatten spenden als auch Feuchtigkeit, gediehen die Kaffeepflanzen unter optimalen Bedingungen ...

 

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Fotocredit: Südwind

 

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