Auf innerer Reise

Aufbrechen. In unbekannte Regionen. An entlegene Orte. Um die Ruhe zu genießen. Das muss nicht immer im Außen sein, nicht immer ein Reiseziel, das mit Flugzeug oder Bahn zu erreichen ist. Das geht auch mit geschlossenen Augen. Oder mit geöffnetem Herzen. Auf alle Fälle tief im Inneren.

Irgendwo haben wir das schon erlebt. Wir reisen ganz weit fort, wir kommen an am weit entfernten Ort, wir sind bereit, alles im vollen Umfang zu genießen – und doch hält uns etwas davon ab, das Neue so zu erfahren, es so zu begreifen, wie wir es uns erhofft hatten. In alten Kulturen, die von Schamanen begleitet und angeleitet wurden, galt daher oft, dass man erst reisen soll, wenn man dafür bereit war. Eine besondere Reisevorbereitung war erforderlich. „Reisen war nicht der Wechsel von einem Ort zum anderen,“ sagt Peter-Paul King, in den USA ausgebildeter Hypno- und Gestalttherapeut, der viele Einweihungszeremonien bei Urvölkern selbst durchlaufen hat. „Die Reise war immer der Aufbruch in ein Abenteuer, in eine Welt, in der die unterschiedlichsten Aufgaben, Menschen und Hindernissen herankommen würden, denen man mit einem wissenden inneren Auge begegnen können sollte und die letztlich immer eine Begegnung mit dem eignen Selbst war.“

 

Dabei verweist er auch auf Joseph Campbell, der dieses Motiv, das in allen Kulturen zu finden ist, als Heldenreise bekannt gemacht und das heute vor allem aber in der Dramaturgie von Filmen und Büchern umgesetzt wird. „Ziel ist dabei immer,“ sagt King, „in eine fremde Welt aufzubrechen, Hindernisse zu überwinden, Freunde zu finden, einen Schatz oder ein Elixier zu erobern und damit ...

 

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Fotocredit: iStockphoto.com

 

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