Griechischer Bergtee schmeckt nach Meer

Manche Dinge sind nicht so einfach, wie sie scheinen. Dazu gehört griechischer Bergtee. Wer nämlich glaubt, diesen würde es nur in Griechenland geben, der irrt. Denn die in ihrem Aussehen dem Salbei ähnelnde Pflanze wird hauptsächlich in der Türkei angebaut. Doch bevor man in politische Diskussionen über die Namensgebung gerät, sollte man ihn einfach mal probieren und entscheiden, ob man sich dieser Frage wirklich näher widmen oder den griechischen Bergtee einfach nur genießen möchte. Der köstlich milde Geschmack spricht nämlich für Letzteres.


Um sich einen feinen Bergtee zuzubereiten, zerbricht man die Blätter und Blüten tragenden ganzen Stängel und übergießt sie mit heißem Wasser. Dem süßen Duft des gelben, mild-würzigen, leicht zitronigen Tees, der einem sofort entgegenströmt, kann man nicht lange widerstehen. Griechischer Bergtee schmeckt auch im Sommer, kalt getrunken und mit Fruchtsaft vermischt, köstlich.

 

Griechischer Bergtee ist keine Kräutermischung, wie manche meinen, sondern eine wild wachsende Salbeiart mit weißfilzigen Blättern, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Die Blätter dem Salbei sehr ähnlich, sodass die beiden Pflanzen oft verwechselt werden, obwohl sie sich im Geschmack wesentlich unterscheiden.

 

Neben dem Hauptanbaugebiet in der Türkei wird griechischer Bergtee in anderen mediterranen Ländern wie Spanien und Griechenland angebaut. Das ätherische Öl des Lippenblütlers enthält Mono- und Dipertene, Pseudo-Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Insgesamt sind über 100 Arten von Griechischem Bergtee bekannt, die nicht kultiviert und oft von Bauern oder Hirten im Freien gepflückt werden.


Griechischer Bergtee wirkt stimulierend und entkrampfend, weshalb er bei Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfen verwendet wird. Außerdem ist er entgiftend und beugt Erkältungen und Grippe vor. Durch seine Eigenschaften ist er ein wunderbarer Abendtee.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Mutz, Hans-Jürgen (Dienstag, 02 Februar 2016 21:21)

    Habe den Tee in Zwickau auf dem Weihnachtsmarkt entdeckt. Ich las im langsamen Vorbeigehen auf einer Tüte "Griechischer Berater" - nanu - und kam mit dem Händler ins Gespräch. Er hat mich überzeugt, nein nicht nur der Händler - in erster Linie der Tee. Er verringert deutlich die Unruhe im Kopf und verbessert die Schlafqualität enorm. Abends getrunken ist er das beste Feierabendgeschenk, sein Geschmack ist unaufdringlich und wird nicht langweilig.

  • #2

    Reinhardt (Mittwoch, 30 November 2016 09:39)

    in meinem Lieblingsrestaurant in der Türtkei erzählte ich , dass ich nah dem essen immer ,magenschmerzen habe und nachts nicht schlafen kann, ohne schlaftabletten. Mein Freund gab mir einen Tee und erzählte etwas von Eseln usw , daher der Name "Eseltee".
    In dem zweitliebsten Restaurant erzählte mir der Kellner, der Tee habe den Namen Blümchentee.
    Welche Namen richtig ist, mag dahingestellt sein; der Tee wirkt fantstisch, auch in Deutsschland.
    Ich trinke ihn jeden Abend vor der " Guten Nacht"