Ärztekammer stoppt Komplementärmedizin

Foto: Betriebsräte der med. Universitäten Wien, Innsbruck, Graz/APA-Foto/Rastegar
Foto: Betriebsräte der med. Universitäten Wien, Innsbruck, Graz/APA-Foto/Rastegar

Nach der Wiener Ärztekammerwahl standen auch alle Fachreferate zur Neubesetzung an und wurden von der neuen Führung großteils schlicht nicht nachbesetzt und damit aufgelöst.

Darunter auch das Referat für Komplementärmedizin, was hinter den Kulissen nach einer Schrecksekunde für heftige Diskussionen sorgte. Viele Referate hätte in den vergangenen Jahren einfach wenig getan und hätten dennoch viel Geld gekostet, begründet der neue Wiener Ärztekammerchef, Thomas Szekeres den Schritt im Gespräch mit der lebensweise. Man wolle einfach sparen, um auch die hohen Kammermitgliedsbeträge zu senken, rechtfertigt er sich.

 

Szekeres dürfte allerdings das Interesse der eigenen Ärzte an der Komplementärmedizin unterschätzt haben. Gibt es doch viele Ärzte, die Zusatzausbildungen vor allem in Homöopathie und Akupunktur haben. Nach der internen, teilweise heftigen Kritik rudert er gegenüber der lebensweise etwas zurück: „Wir arbeiten noch, was die Referate betrifft. Es kann sich in den kommenden Wochen bereits einiges ändern. Das Thema ist generell ein Wichtiges und wir wollen es auch weiter haben. Es geht aber eben auch um die Finanzierung der Referenten. Es hat aber über 100 Referate gegeben und wir wollen einfach auch einige zusammenlegen.“ Der Schritt habe vor allem formale Gründe, das endgültige Wort sei aber noch nicht gesprochen.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Mr B (Mittwoch, 25 Juli 2012 18:08)

    Unglaublich! Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, UK, Australien sind wir beimThema Komplementärmedizin eh' schon Lichtjahre hintennach und jetzt machen wir es noch schlimmer... wirklich eine Bananenrepublik....

  • #2

    Wiener (Montag, 08 Oktober 2012 17:24)

    Stimmt. Ein eigenes Referat fuer Hokuspokus deutet echt auf eine Bananenrepublik hin. Hoffentlich bleibt das aufgeloest...