Zimt weckt Kindheitserinnerungen

Zimt ist etwas für Naschkatzen. Der erdig-holzige, süßliche Geschmack der Zimtrinde passt in Milchreis, Kompotte und Kuchen. Sehr gut harmoniert das Gewürz auch mit Trockenfrüchten. Dahingehend sehr empfehlenswert ist ein süßes Cous-Cous-Gericht mit Trockenobst, Äpfeln, Zimt und Zitronensaft. Eine Prise vom braunen Pulver aromatisiert Schokogetränke und Kaffee. Zimt ist auch Bestandteil vieler arabischer und indischer Gewürzmischungen, ein Hauch Zimt ist ein Gewinn für jeden Lammeintopf.

 

Zimt stammt von der Insel Sri Lanka, wo er auch heute noch größtenteils angebaut wird. Botanisch gehört Zimt in die Familie der Lorbeergewächse. Sein ätherisches Öl wird von Zimtaldehyd und Eugenol dominiert. Echter Zimt wird als Ceylon-Zimt (süßlich-mild) bezeichnet, während Cassia ein naher Verwandter ist, der ein intensiveres, stechendes Aroma hat, weniger fein schmeckt, aber günstiger ist. Zimt enthält den Duftstoff Cumarin, der in kleinen Mengen unbedenklich ist, aber in großen Mengen zu körperlichen Symptomen wie Kopfweh und Schwindel führen kann. Die Qualitätskontrolle muss bei Zimt daher besonders exakt arbeiten. Beide Zimtarten sind hinsichtlich ihres Cumarin-Gehaltes unbedenklich. Cassia-Zimt enthält mehr Cumarin als Ceylon-Zimt.

Die Farbe von Zimt beim Kauf sollte eher heller als dunkel sein – je blasser, desto besser die Qualität. Entweder lässt man die ganze Rinde von Anfang an mitkochen oder man fügt eine Prise erst später im Kochvorgang zu. Zimt harmoniert mit Ingwer, Kardamom, Koriandersamen, Kurkuma, Kümmel, Muskat und Nelken.

Während die Rinde in der Volksmedizin gegen Erkältungen und erhöhten Cholesterin eingesetzt wird, verwendet die TCM Zimt gegen Kälteanfälligkeit. Auch Hildegard von Bingen betont die warme Wirkung des Gewürzes: „Zimt ist sehr warm, hat große Kraft. Er enthält auch eine mäßige Feuchtigkeit. Seine Wärme ist so stark, dass sie diese Feuchtigkeit unterdrückt. Wer Zimt isst, bei dem werden die üblen Säfte vermindert, die guten Säfte im Körper vermehrt.“ Wie sich Liebende vorstellen können, ist Zimt auch ein Aphrodisiakum und wichtige Zutat bei erotischen Speisen.

 

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