Die Mistel, Begleiterin in der Krebstherapie

Foto: andersphoto/Fotolia.de
Foto: andersphoto/Fotolia.de

Die Misteltherapie stellt eine bewährte Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung von Krebserkrankten dar. Die schon in der Antike für Heil-zwecke eingesetzte Pflanze hemmt das Tumorwachstum und stärkt das Immunsystem von Patientinnen und Patienten.

 

Von Romana Kapusta und Ina Schriebl

 

 

In der Erzählung um Asterix schneidet der Druide Miraculix die Mistelpflanzen und braut daraus den Zaubertrank, der den Galliern unglaubliche Kräfte verleiht. Seit der Antike ranken sich Mythen um diese Pflanze. Keltische Priester verehrten sie und wussten um die Heilkraft von „Hexen- oder Donnerbesen“, wie sie damals genannt wurde. Zur Weihnachtszeit schmücken immergrüne Mistelzweige Eingangstüren, um Böses fernzuhalten, dem Glück Einlass zu gewähren. Verliebte küssen sich unter den Zweigen, um sich ewige Liebe und Kindersegen zu sichern. Doch es sind nicht nur Geschichten und Aberglaube, die diese Pflanze so besonders machen.

„Meine Erfahrungen mit der Mistel in der Krebstherapie sind, egal welches Stadium man sich anschaut, positiv. Es gibt hier nur ganz wenige Ausnahmen: Zwei von 1000 Menschen vertragen die Mistel nicht und werden kurz nach Therapiebeginn depressiv“, schildert der Kärntner Arzt Mario Mayrhoffer, der die Pflanze schon mehr als tausendmal zur Tumorbehandlung eingesetzt hat: „Die Wirkung der Mistel an der Tumorzelle ist nachgewiesen, jedoch dauert es oft Monate bis Jahre, bis man diese beobachten kann.“ Doch der Patient lebe länger, das rezidivfreie Intervall dehne sich aus, das Fortschreiten der Erkrankungen werde langsamer oder...

 

... Mehr in der Printausgabe oder online nach Erscheinen der nächsten Nummer. Abonnenten haben sofort Online-Zugang zum gesamten Text.

 

Jetzt Jahresabo bestellen um nur 21,- Euro >>

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0