Wenn Darm und Psyche leiden

Foto: pholidito/Fotolia.com
Foto: pholidito/Fotolia.com

 

Viele Menschen fühlen sich oft müde, niedergeschlagen, verzweifelt und sogar depressiv. Der Grund könnte auch in einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie liegen. Studien belegen Zusammenhänge zwischen seelischem Leid und Allergien.

Von Ina Schriebl

 

In einigen Wochen, wenn sich der Winter verzogen hat und die unangenehme Zeit für Pollenallergiker beginnt, haben Husten, Heuschnupfen, tränende und juckende Augen Hochsaison. Was selten im Zusammenhang mit Pollenallergie genannt wird, aber bei fast jedem zweiten Betroffenen auftritt, sind Depressionen. Das haben Wissenschaftler der University of Maryland vor zwei Jahren herausgefunden. Sie haben aber auch noch etwas anderes herausgefunden, das Mediziner aufhorchen ließ: 20 Prozent aller Menschen mit Depression haben eine Allergie. Kann sich also bei jedem fünften Patienten eine Depression heilen lassen, wenn er oder sie auf ihre Allergie behandelt wird?

Für den Studienautor Partam Manalai, vom Department of Psychiatry an der University of Maryland School ist es nicht verwunderlich, dass Allergien auf das Gemüt schlagen, die Wahrnehmungsfähigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen einschränken. Man müsse sich nur vorstellen, wie es sei, wenn Allergien so stark sind, dass man nicht atmen kann, nachts nicht richtig schläft, man sich richtig fertig und unwohl fühlt, weil es sich anfühlt, als hätte man einen schweren Stein auf der Brust. Dann sei es wohl recht normal, dass man anfange depressiv zu werden. Bei Allergien sei es eben nicht wie bei einer Erkältung, ein paar Tage und alles ist vorbei, erklärte der Mediziner. Im Extremfall leiden Allergiker das ganze Jahr über....

 

 

... Mehr in der Printausgabe oder online nach Erscheinen der nächsten Nummer. Abonnenten haben sofort Online-Zugang zum gesamten Text.

 

Jetzt Jahresabo bestellen um nur 21,- Euro >>

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0