Komplementärmedizin im Fokus

Foto: http://cambrella.eu
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Wissenschafter des EU-Projektes CAMbrella fordern eine europäische Forschungsstrategie im Bereich komplementärer Medizin. Zentraler Motor hinter dem Projekt ist die österreichische GAMED, die heuer 25 Jahre alt wird.

CAMbrella, ein EU-geförderte Forschungsnetzwerk für Complementary and Alternative Medicine (CAM), präsentierte kürzlich die Ergebnisse seiner bisherigen dreijährigen Arbeit. Demnach sind das Wissen, das Angebot und die Regulierung der Komplementärmedizin in Europa sehr unterschiedlich. Die Wissenschaftergruppe fordert daher ein koordiniertes gesamteuropäisches Vorgehen und hat Vorschläge dazu in der „Roadmap for European CAM Research“ erarbeitet. Schirmherrin von CAMbrella ist in Österreich die GAMED (Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin). Sie hat – ihrer Rolle als Networkerin und Vermittlerin im Bereich Ganzheitsmedizin entsprechend – maßgeblich zur Durchführung des Projektes beigetragen.

 

Die GAMED – sie wird im Frühjahr 25 Jahre alt – hat bereits 2004 die ersten Workshops organisiert, um die europäischen CAM-Forscher zu einem gemeinsamen Projekt zu bewegen. Aus einem fünf Jahre dauernden Prozess ging schließlich CAMbrella hervor. „Der Rolle als Networkerin und Vermittlerin treu bleibend hat die GAMED in CAMbrella die Kommunikation nach innen und außen und vor allem die Verbreitung der Ergebnisse an die europäische Öffentlichkeit übernommen“, betont Bettina Reiter (GAMED). „Uns ist ein sehr guter, arbeitsorientierter Prozess gelungen und die Ergebnisse von CAMbrella können sich sehen lassen.“

 

Die Nachfrage in Europa ist groß: Das Projekt stellte fest, dass fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung CAM für Gesundheitsbedürfnisse einsetzt. Die Zahl korrespondiert mit einer WHO-Studie. Ungeachtet dessen fehlt jedoch in Europa verwertbares Wissen über die Verbreitung von CAM als Medizindienstleistung und deren Anbieter. Mehr als 150.000 Ärzte mit einer Zusatzqualifikation in CAM und mehr als 180.000 nicht-ärztliche Therapeuten praktizieren CAM-Methoden in Europa. „Österreich braucht dringend einen Lehrstuhl für CAM an einer Meduni, damit die Forschung in diesem wichtigen Feld endlich auch hier eine akademische Anbindung und Anerkennung bekommt“, fordert Reiter. —

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Kommentare: 1
  • #1

    Dieter Reiber, institutsleitung & bi-labor (Samstag, 30 März 2013 10:00)

    10 neue Berufsbilder sind in der Medizin der Zukunft erforderlich!
    so lautet das Resümee von der Europäischen Kommission interdisziplinärer Wissenschaften (iga-tar) technology assessment & risk.
    U. N & . E. U & Landesverordnungen müssen endlich auch in der Medizin eingehalten werden.
    Zukunftsfähige Medizin braucht dringend Eine funktionelle Differentialdiagnose Die fünf bis zehn Jahre früher Mit schulmedizinischer CT und Android Diagnosen Im wahrsten Sinne des Wortes früh erkennen, Damit auch früh behandelt werden kann.
    Sie hierzu die Forderungen an den BRD Gesundheitsminister in 2010.
    Sowie Alle Kommentare zu fertigen