Glutenfrei essen: aus dem Leben mit Zöliakie

Foto: Hartl
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Aus einer vermeintlichen Darminfektion, die nicht verschwinden wollte, ergab sich die Diagnose „Zöliakie". Und damit der Beginn einer Sonderernährung. Die beispielhafte Geschichte eines Jungen und der Umgang seiner Familie sowie seines Umfeldes mit seiner Erkrankung.

Von Thomas Hartl

 

Heute ist Nico zwölf Jahre alt und wiegt 36 Kilogramm. Er lacht, spielt und freut sich seines Lebens. Das war freilich nicht immer so. Bis zu seinem vierten Lebensjahr bestand sein Alltag aus Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und heftigen Schmerzen. In den Krankenhäusern seiner Stadt kannten ihn viele Ärzte und Schwestern als kleinen Dauergast. Blutproben wurden genommen, Ultraschall und viele Untersuchungen wurden durchgeführt. „Darminfekt“ lautete meist die Diagnose. Doch der „Darminfekt“ wollte nicht verschwinden. Monatelang. Als Nico für Tage jede Nahrungsaufnahme verweigerte und bis auf zehn Kilogramm abgemagert war, brachten ihn seine Eltern wieder einmal ins Krankenhaus. „Vielleicht hat er psychische Probleme“, gab man sich dort ziemlich ratlos. Doch die Eltern gaben sich damit nicht zufrieden. „Wir verlassen das Krankenhaus erst wieder, wenn wir wissen, was mit Nico los ist“, bestand Mutter Renate auf Hilfe. Dieses Mal wollte sie sich nicht mit vagen Erklärungen abspeisen lassen.

Und tatsächlich. Die Untersuchungen ergaben einen neuen Verdacht: Zöliakie. Die Eltern standen vor einem Rätsel. Ihr Sohn hatte einen „Defekt“, von dem sie noch nie gehört hatten, dessen Bezeichnung sie kaum aussprechen konnten. Doch immerhin, das Leid ihres Sohnes hatte nun endlich einen Namen.

Nico hatte noch Glück, ihm kann seit der Diagnose geholfen werden. Seine Eltern wissen nun: Zöliakie ist eine ...

 

 

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