Homöopathie auf Krankenschein

Foto: Christoph Abermann
Foto: Christoph Abermann

 

Homöopathie ist wirksam, effizient und kostengünstig. Zu diesem Ergebnis kamen österreichische Homöopathie-Verbände nach einem Symposium zur Forschung in der Homöopathie. Forderung: Homöopathie auf Krankenschein!

Vor knapp 200 Menschen diskutierte kürzlich die Elite der deutschsprachigen Homöopathie beim Symposium zur wissenschaftlichen Forschung in der Homöopathie: „Nicht Glauben, sondern Wissen(schaft)“ im Wiener AKH. Das Resümee von Veranstalter Christoph Abermann, praktischer Arzt und Homöopath in Gmunden: „Das ist ein Weckruf an alle Beteiligten des Gesundheitssystems – ein Signal, die Rolle der Homöopathie abseits von dogmatischen Grabenkämpfen neu zu bewerten und ihr Potenzial als wissenschaftlich begründete Therapiemethode auszuschöpfen.“ Deshalb fordern die Homöopathie-Verbände ÄKH, ÖGHM und SIH nun: Homöopathie auf Krankenschein für alle Österreicher!

 

Studien belegen positive Effekte

 

Klaus von Ammon von der Uni Bern berichtete aus der Schweiz, dass die Integration der Homöopathie für Kassen und Patienten viele Vorteile bietet und von Patientenseite gewünscht und genutzt wird. Besonders Outcome-Studien, die eine Therapie in dem realistischen Setting und nicht unter artifiziellen Studienbedingungen prüfen, zeigen, dass Patienten in Behandlung von homöopathischen Ärzten gleich gut oder sogar effizienter als durch konventionelle Therapie geholfen wird. Und: in vielen Fällen günstiger. Dazu Klaus Linde von der TU München: „Eine Gesundheitsversorgung sollte primär effektiv sein. Es kann nicht sein, dass der Wirkmechanismus bestimmt, was gut ist.“ Ebenso zeigen Outcome-Studien, dass Patienten in der Behandlung bei homöopathischen Ärzten weniger Medikamente verschrieben bekamen, die ein hohes Potenzial an Nebenwirkungen haben. Auch deshalb wünschen sich die Veranstalter mehr Reproduktionen guter Studien und mehr hochwertige Versorgungsforschung. Das Problem: Forschungsgelder sind nur schwer zu lukrieren, da mit homöopathischen Arzneimitteln nur Bruchteile der Gewinnspanne von konventionellen Medikamenten erzielt werden können.

Konkret soll in Österreich nun eine Lösung nach Schweizer Vorbild umgesetzt werden. Homöopathie wird bei unserem Nachbarn seit 1. Jänner 2012 für Kinder zu 100 und für Erwachsene zu 90 Prozent von der Grundversorgung übernommen. Abermann: „Es sollte zuerst wie in der Schweiz eine Modellregion – etwa Oberösterreich – geben. Das sollte ab Mitte 2013 möglich sein. Bei positiven Ergebnissen könnte Homöopathie auf Krankenschein Mitte 2014 in ganz Österreich umgesetzt werden.“ Eine aktuelle Schweizer Studie belegt, dass durch Homöopathie die Gesamtbehandlungskosten um 15 Prozent reduziert werden, laut einer holländischen Studie in einigen Altersgruppen sogar um bis zu 25 Prozent. —

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Peer erdinger (Donnerstag, 09 Mai 2013 17:05)

    Nennt sich Qualitaetsmagazin und berichtet unkritisch ueber esoterische Heilverfahren. SA-GEN-HAFT...

  • #2

    Stefan U. (Freitag, 10 Mai 2013 13:48)

    "da mit homöopathischen Arzneimitteln nur Bruchteile der Gewinnspanne von konventionellen Medikamenten erzielt werden können." Da lachen ja die Hühner! 1 kg Zucker kostet im Supermarkt ca. 1 Euro, als homöopathische Globuli verkauft bekommt man dafür gut 1000 Euro, macht nach Adam Riese eine sagenhafte Gewinnspanne von 100000%! Wo sonst bekommt man eine solche Gewinnspanne? Wohl nur noch beim aus dem esoterischen Milieu stammenden, parawissenschaftlichen Grandawasser!
    In Homöopathika ist nichts drin, das auch nur annähernd wirken kann! Ich fordere deshalb: Österreich darf nicht die Schweiz werden!

  • #3

    Stefan U. (Freitag, 10 Mai 2013 14:15)

    Forschungsgelder sind deshalb schwer lukrierbar, da in einem Peerreviewing-Prozess wohl kaum ein Gutachter empfehlen würde, (Steuer-)Geld für die Erforschung von Homöopathie auszugeben. Homöopathie-Forschung ist "tooth fairy science": Genausogut könnte man erforschen, von welchen Parametern die Höhe des Geldbetrages abhängt, den die Zahnfee für einen verlorenen Zahn eines Kindes unter den Kopfpolster legt. Da es nicht mal einen plausiblem Wirkmechanismus für Homöopathie gibt, ist nicht einmal klar, in welche Richtung denn überhaupt "geforscht" werden soll! (Abgesehen davon sind nicht mal Wirksamkeitsnachweise vorhanden.) Der Wirkmechanismus ist also von ganz zentraler Bedeutung!

  • #4

    Spitzwieser M. (Freitag, 22 Mai 2015 15:22)

    Lieber, Herr Stefan U.!
    bevor Sie so einen Blödsinn verzapfen, sollten Sie sich mal genau informieren. Bereits der renomierte Physiker Wolfgang Ludwig 1927-2004 hat nachgewiesen, dass Wasser ein Informationsträger ist und genau auf diesem Wirkprinzip basiert die Homöopathie.

    Ich denke, dass eine Medizin ohne Homöopathie gar nicht funktionieren würde, was ich auch tagtäglich in meiner Praxis für Homöopathie zu sehen bekomme.