Ein. Aus. Pause.

Foto: privat
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Der Atem wird von vielen Menschen nur sehr selten bewusst wahrgenommen und wertgeschätzt. Bewusst genutzt ist er aber eine große Hilfe in vielen Lebenslagen, erklärt Norbert Faller. Im Gespräch mit Karin Pollack erklärt der Atempädagoge, was Atmen und Persönlichkeit miteinander zu tun haben.

lebensweise: Hat jeder Mensch eigentlich eine individuelle Art zu atmen?

Norbert Faller: Ja, jeder Mensch hat seine ganz persönliche Atemweise. In ihr spiegeln sich immer das Wesen und die momentane Befindlichkeit des Menschen. Wir Atempädagogen achten besonders darauf, wie der Atem den Menschen bewegt.

 

lebensweise: Was hat Atmen mit Bewegung zu tun?

Faller: Der Atem hält den Körper in ständiger Bewegung. Beim Einatmen weiten sich die Körperwände, beim Ausatmen schwingen sie zurück. Auch die inneren Organe unterhalb und oberhalb des Zwerchfells werden dabei bewegt. Für uns Atempädagogen ist es zunächst einmal wichtig zu sehen, wohin diese sogenannte Atembewegung im Körper sich ausbreitet – ob ein Mensch in den Bauch oder eher in die Brust atmet. Im Idealfall dehnen sich der Atem und die daraus resultierende Bewegung dreidimensional im Körper aus, also auch in die Flanken und den Rücken. Wichtig dabei ist natürlich auch das Atemtempo.

 

lebensweise: Hängt das Atemtempo nicht auch sehr stark von der körperlichen Belastung ab?

Faller: Ja, je höher Aktivität und Belastung sind, umso schneller geht auch der Atem. Jeder Atemzug hat mehrere Phasen und damit einen Rhythmus. In der natürlichen Ruheatmung – wenn man sitzt oder liegt – atmet man ein, atmet man aus und hat eine Atempause. Bei Aktivität, unter Belastung und beim Sprechen sowie beim Singen fällt die Atempause weg.

 

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