Verdammt dicke Luft

Foto: photoxpress.com
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Neue Untersuchungen belegen, wie wichtig das Raumklima für die Gesundheit ist: Bis zu 90 Prozent seiner Lebenszeit verbringt der Mensch in geschlossenen Räumen.

 

Der Mensch kann im Schnitt ohne Nahrung etwa 30 Tage überleben, ohne zu Trinken bis zu vier Tage – ohne Luft jedoch nur wenige Minuten. Täglich nehmen wir ein halbes Kilo feste Nahrung, ein bis eineinhalb Kilo Flüssigkeit und 15 bis 100 Kilo Luft zu uns. Damit zählt Luft zu unserem wichtigsten Lebensmittel.

 

Gute Luft ist auch ein wichtiger Faktor für Psyche und Wohlbefinden. Erhöhte CO2-Konzentrationen führen zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Kopfschmerzen und anderen Problemen. Was das bedeutet, hat unlängst eine Untersuchung in 1000 Schulklassen in Österreich gezeigt. Erstmals wurde über die Plattform MeineRaumluft.at eine Studie zur Raumluftqualität in Schulen durchgeführt.

Resultat: Bei fast allen Faktoren (Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt, Luftionen, Raumtemperatur und Luftaustauschrate) waren die Messwerte zum Teil weit entfernt von den Richtwerten - es herrscht also buchstäblich dicke Luft im Klassenzimmer. Erhoben wurden auch Klassengröße, Anzahl der Schüler pro Klasse, bauliche Ausstattung (Heizung, Fenster, Bauweise), ob während der Messperiode geheizt wurde und ob eine Lüftungsanlage vorhanden war. Messergebnisse haben gezeigt, dass CO2 in mehr als 50 Prozent der Klassen erhöht bis stark erhöht ist, die Temperatur bei mehr als der Hälfte der Schulklassen zu hoch war, die Luftfeuchtigkeit bei knapp einem Drittel zu gering war, die stündliche Luftaustauschrate nicht erreicht wurde und die Luftionenanzahl bei mehr als der Hälfte unter einem empfohlenen Wert von 1.000 Luftionen pro Kubikzentimeter lag. (rüm)

 

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