Wie geht’s? – Danke, eh gut!

Foto: photoxpress.com
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Rollenmuster und Lebensstil verursachen Krankheiten und drücken noch immer die Lebenserwartung von Männern. In der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau dürfte aber gerade die Zukunft für mehr Männergesundheit liegen.

 

Von Erik Bauer

 

Sind es nicht Männer, die durch ihren Lebensstil ständig ihre Gesundheit gefährden und dann frühzeitig am Herzinfarkt sterben? Oder ist das nur ein Klischee? „Eine pauschale Einteilung in ,die Männer‘ oder ,die Frauen‘, schicke ich voraus, ist natürlich immer fiktional“ weiß Romeo Bissuti, Leiter des Männergesundheitszentrums M.E.N. in Wien. Und dennoch: „Sehr viele Krankheiten in vielen Bereichen sind rollenbildassoziiert.“

Ein ganz wesentlicher Bereich bei den körperlichen Krankheiten betreffe dabei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Auch bei den Frauen sind koronare Herzkrankheiten Todesursache Nummer eins“, räumt Bissuti ein, „und nicht der Brustkrebs, wie man vielleicht glauben möchte. Doch bei Männern kommt der Infarkt früher.“ Man könne ganz gut nachweisen, dass der männliche Lebensstil die Ursache ist. „Denn dieser ist geprägt davon, dass Männer wesentlich mehr Alkohol trinken, wesentlich mehr Fleisch essen, Cholesterin und Fette damit aufnehmen und mehr rauchen.“

Doch was ist der Grund für dieses ungesunde Verhalten? „Für Männer bedeutet das Darstellen eines riskanten Lebensstils zugleich auch eine Inszenierung von starker Männlichkeit, von richtigem Mannsein sozusagen“, weiß Bissuti. „Wir machen aber die Erfahrung: Wenn man sich mit Männern zusammensetzt und sich mit einem lockeren Einstieg einmal dem Thema widmet, haben wir von den Männern ganz genauso großes Interesse zum Thema Gesundheit.“

 

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