In Balance bleiben

Fotocredit: photoxpress.com
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Sich als Frau selbst zu finden, zufrieden sein mit sich und in sich zu ruhen, ist nicht immer einfach. Doch genau das ist einer der Schlüssel für Gesundheit. Die lebensweise geht der Frage nach, was Frauen in Balance hält und stärkt. Aber auch warum ganzheitliche Medizin vor allem weiblich ist.

Von Ina Schriebl

 

Frauen erleben ein zyklisches Geschehen im Körper mit der Menstruation. Sie gehen rhythmisch durch Höhen und Tiefen, leben auch stärker mit den Jahreszeiten und in Verbundenheit mit der Natur. Wenn eine Frau jedoch stark männlich lebt, braucht sie unter Umständen starke Medikamente um Bauch- oder Kopfschmerzen während der Menstruation niederzuhalten“, erklärt die Wiener Allgemein- und Ganzheitsmedizinerin Judith Binder, vom Frauen-Männer-Gesundheitszentrum Trotula in Wien.

In Österreich und in Europa leben Frauen im Schnitt um rund sechs Jahre länger als Männer. Die gängige Annahme, dass Frauen auch gesünder sind, stimmt aber nicht. Sieht man genauer hin, zeigt sich laut Alexandra Kautzky-Willer, Leiterin der Abteilung für Gendermedizin der Medizinuniversität Wien, dass Frauen gegenüber Männern häufiger an chronischen Krankheiten und Funktionseinschränkungen leiden und eine schlechtere gesundheitsbezogene Lebensqualität aufweisen. Und vor allen nehmen typische Männerkrankheiten, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Burnout oder Lungenkrebs bei Frauen massiv zu. Auch Schilddrüsenerkrankungen bei jungen Frauen sind im Steigen, sagt der Arzt und Leiter des Akupunkturzentrums Graz, Leopold Dorfer. Er ist Vater von vier Töchtern und sieht gesundheitlich negative Auswirkungen, wenn Frauen zu sehr ins „typisch männliche“ hineingedrängt werden. „Ruhe und Regeneration auch im Kreise anderer Frauen sind aus Sicht der TCM wesentlich um Kraft zu schöpfen“, wobei es individuelle Unterschiede gibt, betont der Grazer Mediziner.

 

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