Wie es das Wetter will

Foto: fotolia.de
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Wetterfühligkeit. Laut aktuellen Studien leidet nahezu jeder Zweite darunter. Konkrete Ursachen sind dennoch nicht erforscht. Wir fragen: Was ist die wahrscheinlichste Ursache und wie kann man sich am besten auf Wetterwechsel einstellen?

 

Von Christian W. Bernhard

 

 

Wetterfühligkeit bedeutet eine Überempfindlichkeit gegenüber Witterungserscheinungen. So weit, so gut, so nüchtern. Dies ist die klassische Definition zu einem Thema, dem immer mehr Ärzte ihre Aufmerksamkeit widmen, denn fast alle haben Patienten, die es ganz deutlich spüren, wenn das Wetter wechselt. Migräne, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Narbenschmerzen. 30 bis 33 Prozent der Menschen in Österreich leiden nach Angaben des Roten Kreuzes unter Wetterfühligkeit.

 

Dabei ist das Phänomen der Wetterfühligkeit vor allem in Mitteleuropa verbreitet – Österreich und Deutschland gelten als die „Hochburgen“ - Engländer und Norweger haben nicht einmal ein Wort dafür, da ihr Klima durch das Meer ausgeglichener ist. Die Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin und das Institut für Medizinische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München befragten ihre Bundesbürger zum Thema Wetterfühligkeit. Das Ergebnis: 19,2 Prozent der Befragten denken, dass ihre Gesundheit in starkem Maße vom Wetter abhängt. 35,3 Prozent glauben, das Wetter habe etwas Einfluss auf die Gesundheit. Dabei waren die häufigsten Symptome bei diesen wetterfühligen Befragten: Kopfschmerzen und Migräne (61 Prozent), Abgeschlagenheit (47 Prozent), Schlafstörungen (46 Prozent), Müdigkeit (42 Prozent), Gelenkschmerzen (40 Prozent).

 

Wetterfühligkeit kann sich auch durch Gereiztheit, Schwindel oder Narbenschmerzen äußern. Frauen sind dabei dreimal so häufig betroffen wie Männer, sagt die Studie. Besonders ältere Menschen leiden darunter, aber auch Herz- und Kreislaufkranke, Asthmatiker sowie Menschen mit chronischer Bronchitis. Die häufigsten Beschwerdebilder laut der medizinmeteorologischen Forschungsstelle des Deutschen Wetterdienstes in Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien weisen auf Angina pectoris beim Einströmen atlantischer Kaltluft und anhaltendem Schlechtwetter hin. Niederer Blutdruck entsteht statistisch gesehen am häufigsten bei...

 

 

 

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