Positive Verführung zur Gesundheit

Foto: TamanGa
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Der Arzt, Buchautor und Therapeut Ruediger Dahlke hat in der Südsteiermark das Seminar- und Gesundheitszentrum TamanGa initiiert und gebaut. Auf der Basis seines neuen Buches „Peacefood - das vegane Kochbuch“ wird im Zentrum vegan gekocht. Ina Schriebl sprach mit ihm über das Umfeld, Kommerzialisierung und den Wunsch, Lebensweisen zu verändern.

lebensweise: Sie haben ein neues Gesundheitszentrum gebaut, schreiben Bestseller, halten Vorträge: Wie sehen sie sich selbst - als Arzt, Unternehmer, Lehrer?

Ruediger Dahlke: Primär sehe ich mich als Arzt, der zum Vortragenden und Lehrer geworden ist. Und natürlich will ich auch viele Leute erreichen. Über Tamanga bin ich notgedrungen auch zum Unternehmer geworden. Das war in Johanneskirchen in Niederbayern anders – das haben wir so bezahlt, hier sind auch Banken dabei. Und es muss auch betriebswirtschaftlich laufen.

 

lebensweise: Wie ist die Gewichtung?

Dahlke: In meinem Bewusstsein bin ich immer noch Arzt und Lehrer. Es macht mich einfach an, Leuten näher zu bringen, wie sie mit einfachen Methoden, die für sie machbar sind, ihre Gesundheit verbessern können. Mein Hauptthema ist eigentlich die Psychosomatik und die Lehre, dass die Seele im Vordergrund zu sehen ist bei der Entwicklung von Krankheitsbildern. Das ist für viele Menschen in einer materialistischen Gesellschaft sehr schwer umsetzbar. Deshalb versuche ich, auch Dinge wie die Ernährung zu betonen. Damit der Körper gestärkt wird.

 

lebensweise: Wie funktioniert das?

Dahlke: Nehmen wir einen Mann, der 64 Jahre alt ist und einen hohen PSA-Wert hat und der Urologe sagt zu ihm, dass die Prostata entfernt werden muss. Dem würde ich jetzt sagen, er soll Sexualität anders leben, genießen, Liebesfeste feiern. Das schafft der aber nicht. Das hat er schon im Alter von 24 nicht geschafft. Da ist es doch einfacher, ich sage ihm, wie er die Ernährung umstellen kann mit Peacefood. Das wirkt auch und ist in dieser Gesellschaft leichter zu machen. Es löst die Ursache natürlich nicht, aber es ist für die Menschen umsetzbar. Oder bei Herzinsuffizienz. Was hilft es, wenn ich sage: „Sie sollten ihre Herzensangelegenheiten in den Mittelpunkt stellen.“ Wenn ich direkt jemanden irgendwo hinschiebe, dann weiß ich, dass ...

 

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