Gesundheit zum Trinken

Heilwässer haben eine lange Tradition. Doch nicht alles, was Heilung verspricht, hält sie auch. Eine Spurensuche, was gesundheitliche Wirkungen versprechen darf und was nicht.

Österreich zählt weltweit zu den Ländern mit dem größten Wasservorkommen – gemessen an der Größe des Landes und der Bevölkerungsdichte. Natürliches Mineralwasser ist unbehandelt, rein und stammt aus geschützten Vorkommen. Eine Vielzahl an heimischen Quellen fördert diesen hochwertigen Naturschatz zutage.

Knapp drei Viertel (73%) der Befragten gaben in einer Untersuchung an, Mineralwasser regelmäßig zu konsumieren – 24 Prozent davon „sehr gern“. „Konsumenten verbinden mit dem Begriff ‚Mineralwasser‘ höchste Qualität, Ursprünglichkeit und wertvolle Mineralisierung und schätzen zugleich sehr die prickelnde Eigenschaft, die besonders mit ‚Erfrischung‘ und ‚Wohlbefinden‘ gleichgesetzt wird,“ sagte Rainer Widmar, Sprecher des Forum Natürliches Mineralwasser – einem Verband der Abfüller – bei der Vorstellung einer Studie der Karmasin Market Intelligence GmbH.

Doch es gibt auch ein ernüchterndes Ergebnis der Untersuchung: Im oft stressigen Arbeitsalltag nehmen über 90 Prozent der Menschen aus Zeitknappheit, mangelnder Gelegenheit oder, weil sie darauf vergessen, zu wenig Flüssigkeit zu sich. Zudem trinken vor allem ältere Menschen zu wenig und sogar 62 Prozent der Befragten geben an, pro Tag nur 1,5 Liter Wasser zu trinken. Das ist deutlich zu wenig, beträgt doch der Flüssigkeitskonsum eines erwachsenen Menschen 25 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht; bei einem 80 Kilogramm schweren Mann also beispielsweise zwei Liter. „Die Folgen – speziell an besonders heißen Tagen - sind Ermüdung, Leistungsabfall und Kopfschmerzen. Rund 70 bis 80 Prozent dieser Symptome wären bei ausreichendem Flüssigkeitskonsum vermeidbar", weiß die Ärztin und TCM-Spezialistin Andrea Zauner-Dungl.

 

Genaue Regelungen für Mineralwässer

 

Österreich hat lange Tradition beim Einsatz von Wasser für Heilzwecke. „Wassertherapie wird oft mit Sebastian Kneipp verbunden, doch hatte das Wasser als Heilmittel bereits lange vor ihm in vielen Kulturen seine Tradition. Die Menschen wussten das Wasser zu nutzen, um ihre Gesundheit zu erhalten“, sagt GAMED-Präsident Wolfgang Marktl. Wasser kann sowohl innen als auch außen angewendet werden. Marktl: „Mineralwässer enthalten für den Menschen wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, sie zählen zu unseren wichtigsten Lebensmitteln.“ Die Quellwasser- und Mineralwasser-Verordnung aus dem Jahre 1999 legt genau fest, welche Kriterien ein Wasser zu erfüllen hat, um als natürliches Mineralwasser zu gelten. Natürliches Mineralwasser muss vor dem Inverkehrbringen vom Gesundheitsminister anerkannt worden sein. Diese Anerkennung erfolgt nur, wenn es aus einem unterirdischen, vor jeglicher Verunreinigung geschützten Wasservorkommen stammt, am Quellort abgefüllt und von natürlicher Reinheit ist.

Unter dem Begriff abgefüllte Wässer werden nach den Richtlinien des österreichischen Lebensmittelbuches vier Kategorien unterschieden: natürliches Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser und abgefülltes Trinkwasser. „Bei den drei letztgenannten steht aus physiologischer Sicht die Deckung des Flüssigkeitsbedarfs im Vordergrund. Dies bedeutet, dass bei diesen Wässern keine besondere Wirkung der Wasserinhaltsstoffe erwartet wird, aber deshalb auch nicht ausgelobt werden darf“ sagt Marktl.

Doch nicht nur Inhaltsstoffe haben eine gesundheitliche Wirkung. Auch sogenannte Lichtwässer, Wässer, die auf verschiedene Lichtfrequenzen resonant sind, schildert Marktl. Das San-Damiano-Wasser sei eines davon, es hat die typische Frequenz der Großhirnrinde. „Deshalb ist dieses Wasser besonders wirksam bei allen Funktionen, die vom Großhirn gesteuert werden und bei Störungen die in dieser Region auftreten“, schreibt Marktl zusammen mit Bettina Reiter im Buch „Wasser - Heilmittel – Lebenselixier – Informationsträger“. Zu den Lichtwässern zählen u.a. das Lourdeswasser. Andere heilkräftige Wässer, die aus bestimmten Quellen stammen, haben sogar Arzneimittelstatus. (rüm)

 

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