Entgiften mit Pilzen

Fotocredit: Photoxpress.com
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Sie sind vor allem als wunderbare Zutat in der Küche bekannt, doch immer mehr halten sie in der Medizin Einzug und verbreiten sich von Asien aus auch in Europa: Heilpilze.

Ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran, wie stolz und zufrieden ich war, wenn ich als Kind in Italien mit einem Korb voller Pilze nach Hause kam. Meine Ausbeute wurde auf dem Küchentisch ausgebreitet, sortiert und begutachtet und dann von meiner Mutter zu den verschiedensten Köstlichkeiten verarbeitet“, schreibt der italienisch-britische Starkoch Antonio Carluccio, Lehrer von TV-Star Jamie Oliver, im Vorwort eines seiner Kochbücher.

Pilze als Lebens- und Genussmittel sind auch bei uns bekannt und beliebt. Pilze als Heilmittel hingegen sind in Europa relativ neu, haben aber gerade in der traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrtausenden ihren festen Platz. Die bekanntesten unter ihnen sind Reishi, Shiitake und Maitake. „Die Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Pilzen, die Mykotherapie beziehungsweise Pilzheilkunde, ist auf dem Vormarsch“, sagt die deutsche Heilpraktikerin Beate Berg, die im vergangenen Herbst das Buch „Die Apotheke der Heilpilze“ veröffentlicht hat. In der TCM spielen Pilze schon seit jeher eine große Rolle in der Gesundheitsvorsorge sowie bei der Behandlung vieler Leiden und Erkrankungen.

In den vergangenen Jahren wurden Heilpilze genauer unter die Lupe genommen und ihre Inhaltsstoffe und Wirkungen mit modernen wissenschaftlichen Methoden erforscht. Typische Inhaltsstoffe sind sogenannte Polysaccharide, besonders Beta-Glucane, daneben Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Spurenelemente wie Selen, alle essenziellen Aminosäuren und B-Vitamine. Beta-Glucane wirken laut Berg vor allem zellerneuernd und stärken auch das Immunsystem. Studien belegen zudem eine ...

 

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