Warum fasten gesund ist

Fotocredit: Photoxpress.com
Fotocredit: Photoxpress.com

Der Wunsch zu fasten kann viele Gründe haben: Gewichtsreduktion, Vorbeugung und Heilung von Krankheiten oder als Begleitung seelischer Prozesse. Fasten gilt als Königsdisziplin ganzheitlicher Methoden. Die Angebote sind vielfältig, oft schwer zu beurteilen und zudem von unterschiedlicher Qualität.

Detox, wie Entgiften neuerdings aus Werbezwecken gern genannt wird, Abnehmprodukte und eine unüberschaubare Masse an Diäten versprechen, kombiniert mit Aufenthalten in Wellnesshotels, speziellen ärztlichen Zusatzangeboten aber auch Angeboten in Fastenhotels, Kureinrichtungen oder Klöstern Entlastung und Gesundheit. Die Masse an Produkten, Dienstleistungen und Büchern suggeriert einen Bedarf und Hilfe gleichzeitig. Den Überblick zu behalten ist allerdings schwer und noch komplizierter ist es, die Spreu vom Weizen zu trennen und sich zu orientieren.

 

Von „Entgiftung“ und „Entschlackung“ ist oft die Rede. Der Körper und Geist würden nach dem Fasten oder Kuren gereinigt und oft gehe man wie neugeboren aus einer Fastenzeit hervor, lauten die Versprechungen. Und tatsächlich wird viel davon auch wissenschaftlich belegt, wenn Experten vor Vereinfachungen und damit raschen Erfolgen warnen. „Den Begriff der Entgiftung sollte man nicht überstrapazieren“, räumt etwa Wolfgang Marktl, Doyen der österreichischen Kurmediziner und Präsident der Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) ein. Der Körper brauche eigentlich keine Produkte oder Angebote, die helfen, denn letztlich ist die Entgiftung eine normale Leistung des Körpers, die er in gesundem Zustand auch gut erledige. Die Hauptarbeit läuft dabei über Niere und Leber.

 

Allerdings nehmen wir gerade heute oft zu viel an Dingen auf, die uns schädigen oder den Körper einfach überlasten, meint Marktl. „Paracelsus hat gesagt, dass allein die Dosis macht, ob etwas giftig ist. Ich würde das modifizieren: Gift ist alles, was sich im Körper anhäuft und das sind wiederum Dinge, die nicht ausgeschieden werden. Diese Dinge werden dann im Fettgewebe gespeichert, weil das die einzige Möglichkeit ist, dass der Körper Stoffe speichern kann.“

 

Die Folgen zeigt eine aktuelle Studie: 52 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben Verdauungsprobleme, wobei 41 Prozent auch immer wieder darunter leiden – das zeigt eine Verdauungsstudie des Meinungsforschungsinstitutes IMAS. Stark zuckerhältige Ernährung, industriell vorgefertigte Gerichte, Bewegungsmangel und ungesunde Lebensgewohnheiten belasten unsere Verdauung demnach tagtäglich. Die Folgen sind Blähungen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung sowie das Reizdarmsyndrom. Vor allem Frauen und Menschen über 50 sind davon betroffen. Eine absolute Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung ist sich sicher, dass eine gut funktionierende Verdauung wichtig für das persönliche Wohlbefinden und die Lebensfreude ist.

Fasten wiederum kann helfen, hier eine...

 

... Mehr in der Printausgabe... Abonnenten haben sofort Online-Zugang zum gesamten Text.

 

Jetzt Jahresabo bestellen um nur 21,- Euro >>>

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Luisa (Freitag, 28 Februar 2014 12:28)

    Ich werde übernächste Woche mit einer Fastenkur in einer Therme (Eurotherme Bad Hall) beginnen und bin schon sehr gespannt, wie es mir dabei ergehen wird, da ich bisher noch nie richtig gefastet habe. Hie und da mal eine Diät, aber mehrere Tage richtig auf Nahrung zu verzichten, dazu konnte ich mich erst jetzt durchringen. Gefastet wird dort nach Buchinger, also sind nur Suppen, Tee und Säfte erlaubt. Das Ganze findet dort unter medizinischer Aufsicht statt, also mache ich mir gar keine Sorgen. Ich denke, die Fastenwoche wird mir sehr gut tun und soll auch ein Start in eine neue Ernährungsweise für mich werden.