Die wahre Natur des Geistes

Foto: iStockphoto.com
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Der Psychotherapeut und Lehrer für Buddhismus und Achtsamkeit, Alexander Draszczyk, spricht über buddhistisches Tantra, die Bedeutung der Geheimhaltung, die Stellung des Lehrers und erklärt die sexuelle Symbolik. Die Fragen stellte Peter Riedl.

Wann ist tantrischer Buddhismus entstanden?

Nach Meinung der Wissenschaft soll die Hochblüte zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert nach Christi gewesen sein. Nach Auffassung der tantrisch-buddhistischen Traditionen gehen die Grundtexte, die sogenannten Wurzel-Tantras, auf Buddha zurück. Historisch ist das allerdings nicht belegbar.

 

Was versteht man unter tantrischem Buddhismus?

Prinzipiell ist Tantra ein sehr weites Gebiet, in dem es unterschiedliche Strömungen und Traditionen gibt. Daher ist es schwierig, eine allgemeingültige Definition zu geben. Laut Eigendefinition ist der tantrische Buddhismus ein Teil des Mahayana, des sogenannten Großen Fahrzeugs.

 

Gibt es ihn nur in Tibet?

Nein, es gibt ihn zum Beispiel auch in Japan, wo er als Shingon bekannt ist.

 

Was ist das Wesen des tantrischen Buddhismus?

Wesentliche Grundlage des buddhistischen Tantra ist die Lehre von der Buddha-Natur, die jedem Wesen innewohnt. Von diesem Blickwinkel aus sind wir alle, also von unserer Natur her, schon jetzt und seit jeher Buddhas. Die tantrische Praxis besteht darin, das Ziel unseres Weges, also den Zustand des Erwachtseins, zum Weg selbst zu machen. Das bedeutet, dass wir uns der Tatsache unseres Buddha-Seins immer bewusster werden und schließlich erkennen....

 

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