Sensibilisierung der Sinne

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Genuss ist schöner Alltag. Genuss ist Gesundheitsförderung. Genuss kann auch Therapie sein...

 

Eva Derndorfer

 

Als Genussmittel werden üblicherweise Lebensmittel und Tabak bezeichnet, die nicht primär wegen ihres Nährwertes beziehungsweise ihrer sättigenden Wirkung, sondern wegen ihrer anregenden Wirkung, eines berauschenden Effektes oder ihres Genusswertes konsumiert werden. Auf ein einziges, gemeinsames Merkmal lassen sich Genussmittel allerdings nicht reduzieren.

 

Unterschiedliche Inhaltsstoffe üben eine physiologische Wirkung aus: Alkohol in Wein, Bier oder Spirituosen, Koffein in Kaffee, Tee und Kakao sowie Zucker und Fett in Schokolade. Kakao enthält zwar Stoffe, die auf Hirnregionen wirken, in denen Lust- und Glücksempfinden ausgelöst werden. Um eine Wirkung zu erzielen, müssten wir allerdings satte 20 Kilogramm Vollmilchschokolade, von dunkler Schokolade entsprechend ihres Kakaoanteils zwar weniger, aber dennoch utopische Mengen essen.

 

Die glücksstiftende Wirkung von Kakaobutter und Zucker in Schokolade ist viel größer und effektiver. Zucker bewirkt auch bei normalem Schokoladekonsum die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Durch Insulin werden Zucker und Aminosäuren aus dem Blut ins Gewebe befördert – mit Ausnahme der Aminosäure Tryptophan, die meist gebunden vorliegt. Da andere Aminosäuren in die Gewebe transportiert wurden und folglich nicht mehr mit Tryptophan um die Aufnahme ins Gehirn konkurrieren, gelangt mehr Tryptophan ins Gehirn und wird dort in das Glückshormon Serotonin umgewandelt. Fette, die in Form von Kakaobutter reichlich in Schokolade vorhanden sind, verdrängen Tryptophan aus seiner Bindung und erleichtern damit den Übertritt ins Gehirn. Schokoladekonsum fördert also die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn, ermöglicht dort die Bildung von Serotonin – und macht uns glücklich…

 

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