Heilkraft der Pflanzen

Foto: Photoxpress.com
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Die Verwendung pflanzlicher Entzündungshemmer beruht auf Jahrhunderte altem Wissen, das sich erst heute wissenschaftlich entschlüsseln lässt. Die entsprechenden Pflanzen enthalten ein ganzes Bündel an heilenden Wirkstoffen und haben meist wenig Nebenwirkungen.

Die entzündungshemmende Wirkung der Pflanzen war immer das, was am meisten geschätzt wurde,“ weiß Petra Zizenbacher, Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilärztin in Wien. „Schmerz und Entzündung hängen natürlich zusammen, weil das Gewebe anschwillt, und hier funktionieren Pflanzen hervorragend, um diese Mechanismen zu unterbrechen.“

 

„Was seit Jahrhunderten bekannt ist, wird in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend wissenschaftlich entschlüsselt. Brigitte Kopp, Professorin am Institut für Pharmakognosie der Uni Wien: „Ein gutes Beispiel ist die Ringelblume. Ringelblumensalbe gab es immer schon in den Bauerngärten, die Bäuerinnen haben Schweineschmalz warm gemacht, und darin die Ringelblume ausgezogen beziehungsweise ausgekocht. Doch man weiß erst seit 15 Jahren, dass es sich bei diesen entzündungshemmend wirkenden Substanzen um ganz apolare Verbindungen handelt, die sehr gut in Fett und Öl löslich sind.“ Die Ringelblume kann man auch als wässrigen Auszug verwenden, Haupteinsatzgebiet ist aber die Salbe. „Eine ganz milde, aber effiziente Arznei in der Kinderheilkunde, vor allem aber auch in der Geriatrie gegen das Wundliegen.“

 

Vorteile der Heilpflanzen sind, dass man durch die oft jahrhundertealte Tradition weiß, wie sie am Patienten wirken, und dass es keine massiven Nebenwirkungen gibt, wenn sie in dieser traditionellen Art und Weise eingesetzt werden. Eine völlige Freiheit von Nebenwirkungen kann es natürlich auch hier nicht geben. Brigitte Kopp: „Wenn ich Wirkung erwarte, sind Nebenwirkungen auch vorhanden. Doch gerade für Menschen, die schon fünf oder sechs synthetische Medikamente bekommen, ist es oft hilfreich,...

 

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