Entzündungen löschen mit dem Kochlöffel

Foto: Bihlmaier
Foto: Bihlmaier

Chronische Erkrankungen und entzündliche Krankheiten wie Diabetes, Rheuma und Multiple Sklerose sind – glaubt man verschiedenen Angeboten – auch mit speziellen Diäten gut beherrschbar. Lebensweise-Chefredakteur Martin Rümmele fragte die Medizinerin und Ernährungsexpertin Susanne Bihlmaier, was von solchen Ansätzen zu halten ist.

Sie haben sich für Ihr Koch- und Gesundheitsbuch „Tomatenrot + Drachengrün“ tiefer in die Welt gesundheitsaktiver Ernährung eingearbeitet und behandeln viele Menschen mit chronischem Rheuma. Wie sind Ihre Erfahrungen aus der Praxis, kann Ernährung helfen?

 

Klare Antwort: Ja! Viele Erkrankungen können so deutlich gebessert werden, dass Medikamente reduziert werden können.

 

Muss denn dazu eine strenge Diät eingehalten werden, um etwa Rheuma zu lindern?

 

Alles, was längere Zeit freiwillig durchgeführt werden sollte, funktioniert nur, wenn es für den einzelnen Menschen ganz individuell und liebevoll maßgeschneidert ist, und vor allem: wenn es schmeckt. Sonst würde sich eine Ernährung anfühlen, wie die starken Rheuma-Medikamente: also wie ein Muss.

 

Was können solche Diäten oder Ernährungsumstellungen wirklich bewirken? Manche Anbieter werben ja sogar mit Heilung?

 

Ganz egal, wie gut Rezept-Empfehlungen sind, eine Ernährungsumstellung steht und fällt mit der erhofften Wirkung. Und speziell bei entzündlichen Erkrankungen wie dem rheumatischen Formenkreis sind die Ergebnisse nach meinen Erfahrungen beeindruckend. So beeindruckend, dass sogar die mitbehandelnden, meist recht skeptischen Rheumatologen nach gewisser Zeit die nebenwirkungsträchtigen Medikamente reduzieren können. Besonders bei Krebserkrankungen gibt es leider auch schwarze Schafe, das heißt Diäten mit Heilsversprechen, hier muss man genauer hinschauen.

 

Was genau wirkt denn entzündungsfördernd, was antientzündlich?

 

Hier gibt sowohl unsere westliche Ernährungswissenschaft Antworten als auch die Weisheit der östlichen Erfahrungsheilkunde. Ein Beispiel ist die sogenannte Arachidonsäure. Forscher haben entdeckt, dass Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Arachidonsäure entzündliche Vorgänge fördern, und etwa Rheuma verschlimmern...

 

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Buchtipp

Tomatenrot + Drachengrün

Dr.med. Susanne Bihlmaier

Verlag Walter Hädecker, 288 Seiten, EUR 19,90

ISBN 3775006303

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