Schmerzmittel: Alternativen zum Pillenschlucken

Foto: Fotolia.de
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Wenn sogar die obersten Gesundheitsbehörden vor Medikamenten warnen, ist es an der Zeit, sich über mögliche Alternativen Gedanken zu machen. Besonders für chronisch Schmerzgeplagte sind herkömmliche Schmerzmittel keine Dauerlösung.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Ein Satz, der uns allen vertraut ist und dem wegen seiner beiläufigen Wiedergabe in der Werbung kaum Beachtung geschenkt wird, hat Ende des vergangenen Jahres an Bedeutung gewonnen. Nach einer Warnung der obersten EU-Arzneimittelbehörde erging ein Schreiben des Österreichischen Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen an die heimischen Spitäler und die Ärzte- und Apothekerkammern. Der Inhalt sorgte für Aufsehen: Das Ministerium warnte darin vor einer sorglosen Anwendung von Diclofenac. Dieser Wirkstoff könne, wenn er zu lange und zu hoch dosiert verschrieben werde, in seltenen Fällen zu schweren Nebenwirkungen führen. Dicolfenac ist eines der meistverwendeten Schmerzmittel (nichtsteroidales Antirheumatikum; NSAR), in rund 80 Schmerzmitteln enthalten und wird mit einem erhöhten Risiko von Thrombosen in Verbindung gebracht.

 

Wörtlich heißt es in der Mitteilung: „Die Behandlung mit Diclofenac sollte bei Patienten mit signifikanten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (etwa Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) nur nach sorgfältiger Abwägung begonnen werden.“ Das bedeutet, dass eine Verabreichung von Diclofenac bei Rauchern und bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck, erhöhten Blutfettwerten und Zuckerkrankheit sorgfältig abzuwägen ist.

 

Besondere Bedeutung dürfte eine weitere Warnung im Schreiben des Ministeriums erlangen, worin es heißt: „Bei allen Patienten sollte die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet werden.“ Diese Aussage betrifft vor allem die vielen Tausend Patienten mit chronischen Schmerzen. Bisher wurden diesen Patienten oft viele Jahre lang Schmerzmittel dieser Art verschrieben. Nimmt man die Warnung ernst, müssten diese Dauertherapien mit Diclofenac der Vergangenheit angehören.

 

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