Nachmachen hilft

Die These, ein Großteil unserer Möglichkeiten hänge von den Genen ab und es sei daher für die Entwicklung weitgehend unbedeutend, welches soziale Umfeld ein Kind hat, gilt als überholt. Vielmehr macht die Interaktion mit der Umgebung die spätere Persönlichkeit aus. Neue Konzepte sind notwendig.

Von Dora Dohr

 

Barbara S. ist Mutter von drei Kindern. Ihre Tochter besucht die Schule, der ältere Sohn den Kindergarten. Als arbeitsuchende Alleinerzieherin hat sie keinen Anspruch auf einen Krippenplatz für den jüngsten Sohn, da sie die erforderliche Punkteanzahl in der Wertung um den Betreuungsplatz als „nicht berufstätig nicht erreicht. Vom AMS gilt sie aber erst als „vermittelbar, wenn ihr Sohn einen fixen Betreuungsplatz hat.

 

Die Situation ist für viele Mütter Alltag – und widerspricht der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Dort ist festgeschrieben, dass alle einen Anspruch auf einen bedürfnisgerechten Platz in einer elementaren oder außerschulischen Bildungseinrichtung haben. Obwohl die Anzahl der Krippenplätze in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, bleibt der Bedarf, gerechnet auf Gesamtösterreich, immer noch groß. Da die Verantwortung für die elementare Bildung Landessache ist, variieren die Angebote in Quantität wie auch in Qualität enorm. Über Personalschlüssel, Raumgröße, Öffnungszeiten, Anzahl der Kinder pro Gruppe entscheiden neun verschiedene Landesgesetze.

Heidemarie Lex-Nalis, Mitbegründerin der „Plattform Educare dazu: „Die unterschiedliche Gesetzgebung erschwert die Umsetzung innovativer Betreuungsprojekte und die Verbesserung pädagogischer und struktureller ...

 

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