Starkes Früchtchen - der Sanddorn im Heilpflanzen-Porträt

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"Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee“ sang die deutsche Rocksängerin Nina Hagen in den Achtzigerjahren: ein Sinnbild dafür, dass der Sanddorn in Europa erst im Zwanzigsten Jahrhundert an Bedeutung gewonnen hat und beliebt wurde. Die eigentliche Heimat befindet sich in Nepal und Tibet, wo schon früher Lamas die leuchtend gelben bis orangeroten Sanddornbeeren kauten. Dieser baumartige Strauch spielt auch heute noch eine wichtige Rolle in der tibetischen Volksmedizin.


Von Mag. pharm. Andrea Moshuber

Die Heilpflanze gehört zur Familie der Ölweidengewächse. Der lateinische Gattungsname ist Hippophae rhamnoides. Hippophae kommt aus dem Griechischen und heißt so viel wie „leuchtendes Pferd“. Möglicherweise hat das mit einem Brauch im antiken Griechenland zu tun, den Pferden Sanddornblätter ins Futter zu mischen, damit sie ein glänzendes Fell bekommen. Das Wort Rhamnus bedeutet Dorn und nimmt auf die Wehrhaftigkeit des Sanddorns Bezug. Vielen Vogelarten dient das dichte Astwerk als Unterschlupf und die Beeren dienen als wertvolle Winternahrung. Die Volksnamen Audorn, Dünendorn und Sandbeere lassen erkennen, wo der Sanddorn am liebsten wächst.

Der Sanddorn ist ein wahrer Pionier. Wilhelm Pelikan beschreibt ihn als Pflanze, die „ein Maximum an Licht, aber ein Nichts vom Boden verlangt“. Er ist somit ein Wegbereiter für andere Büsche, die auf unfruchtbaren humuslosen Böden nicht wachsen.

Die sauer und etwas ölig schmeckenden Früchte bieten einen echten Vitamin-Cocktail: Vitamin...


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