Medizin vom Fließband

Foto: Gesundheitsministerium
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Reformen sollen das Gesundheitswesen optimieren, Beobachter orten aber auch eine Industrialisierung des Systems: Patienten sollen in möglichst kurzer Zeit mit möglichst geringem Aufwand durchgeschleust werden. Für Zuwendung und Gespräch bleiben damit immer weniger Zeit, klagen Patienten.

Martin Rümmele

Irgendjemand lügt oder es wird einfach nicht alles gesagt: Klinikmanager und Gesundheitspolitiker loben jährlich ihre Einrichtungen und schildern, dass man auch zusätzliches Personal einstelle. Das wiederum klagt: Der Druck werde immer größer, die Arbeit mehr. Eine Studie aus der Steiermark gab im Vorjahr einen Einblick in die Arbeitswelt von Pflegekräften, Ärzten und anderen Gesundheitsberufen. Und die scheint alles andere als rosig zu sein: Die Belastungen führen bei knapp 39 Prozent der Beschäftigten zu beginnenden oder gar schon fortgeschrittenen Burnout-Symptomen, gab die Arbeiterkammer bekannt. AK-Präsident Josef Pesserl forderte deshalb einen Stopp beim „Sparwahn“ im Gesundheits- und Sozialwesen.


Doch wie passt das mit den steigenden Personalzahlen der Spitalsgruppen zusammen? Recht einfach: in den meisten Geschäftsberichten der Klinken zeigt sich zwar ein Anstieg bei den Mitarbeitern, meist steigt die Zahl der behandelten Patienten allerdings noch stärker. Die Folge: Eine Schere geht bereits seit Jahren auf. Weil gleichzeitig auch die Aufenthaltsdauer der Patienten sinkt, bedeutet das wiederum mehr Patienten in kürzerer Zeit.

Der Grund: In den Krankenhäusern...


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