Heilwissen vom Dach der Welt

Foto: tibetcenter.at
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Laut traditioneller tibetischer Medizin (TTM) kann jede Substanz, die in der Natur vorkommt, als Heilmittel eingesetzt werden. Zum Beispiel können durch Kompressen mit erwärmtem Salz Verdauungsbeschwerden gelindert und durch Auflegen von Flusskieselsteinen Gichtbeschwerden reduziert werden. „Seit Sommer 2011 ist die tibetische Medizin unter der Bezeichnung Sowa Rigpa in Indien neben dem Ayurveda und der westlichen allopathischen Medizin offiziell anerkannt“, sagt Geshe Tenzin Dhargye, Direktor des Tibetzentrum Instituts in Knappenberg in Kärnten.

Nun hält dieses überlieferte Wissen auch Einzug in die österreichische Bildungslandschaft: Am 10. September startet am Tibetzentrum Institut bereits der vierte Lehrgang, in dem die Grundlagen der tibetischen Medizin durch traditionelle tibetische Ärzte vermittelt werden. In Aufbau- und Praxiskursen kann man die tibetischen sanften Therapien und die tibetische Massage (Jamche-Kunye) erlernen. Weiters gibt es Workshops zur Puls- und Urindiagnose unter Anleitung eines tibetischen Arztes.

Foto: tibetcenter.at
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Der holistische Ansatz der tibetischen Medizin wird seit einigen Jahren nicht nur von Ärzten, sondern auch von Masseuren, Physiotherapeuten, Ernährungsberateren und in vielen anderen Gesundheitsberufen gewinnbringend angewendet und ist für alle bereichernd, die sich dem Thema Gesundheit auf einer psycho- spirituellen Ebene annähern wollen. In Knappenberg hat man die Gelegenheit, die tibetische Heilkunst direkt von Ärzten zu lernen, die am tibetischen Medizin-Institut des Dalai Lama (Men-Tsee-Khang) in Dharamsala, Indien, ihre Ausbildung absolviert haben. Bei positivem Abschluss des Grundlehrgangs erhalten die Teilnehmer ein von Tibetzentrum Institut und Men-Tsee-Khang gemeinsam ausgestelltes Diplom.

Mehr Infos auf www.tibetcenter.at

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