Studie: Tipps für den Weihnachtsmann

Alle, die nicht an das Christkind sondern an den Weihnachtmann glauben, müssen nun zwei evidenzbasierte Patzer in ihrem Weltbild hinnehmen.

 

Zunächst einmal haben schwedische Physiker der Universität Göteborg jetzt berechnet, dass es Santa Claus nie gegeben haben kann und auch nie geben wird können. Um nämlich die zur Befriedigung der Weihnachtswünsche der Gläubigen notwendigen 900 Hausbesuche pro Sekunde zu absolvieren, müsste sein Schlitten mit der 265-fachen Schallgeschwindigkeit durch die Adventsluft sausen. Dazu wäre rein rechnerisch die Kraft von 1,9 Millionen vor den Schlitten gespannten Rentieren nötig. Dies wiederum ergäbe ein derart langes Gespann, dass es nicht mehr zu manövrieren wäre, geschweige denn, vor den weihnachtlich geschmückten Häusern landen könnte.

 

Doch der Geschenkebringer hat auch ein gesundheitliches Risiko zu tragen, haben Schweizer Sportwissenschafter der Universität Bern nun herausgefunden: Nämlich jenes, dass er stürzt oder gar ein Burnout erleidet und das Weihnachtsfest daher ins Wasser fällt.

 

Die Forscher untersuchten 17 Männer in weihnachtsmännischem Gewand samt 20-Kilo-Geschenkesack auf dem Rücken hinsichtlich Trittsicherheit und Gangart im Vergleich zu ihrem Schrittwechsel im Normalzustand. Fazit: Die Erwartungshaltung der zu beschenkenden Kinder, der zeitliche Druck und die eigenen Anforderungen an das vermeintlich richtige Erscheinungsbild bringt den Weihnachtsmann in derartigen Stress, dass die neuromuskulären Impulse für das feierliche Dahinschreiten von jenen für den normalen Gang abweichen – was allein schon die Sturzgefahr signifikant erhöht, der schwere Sack auf dem Rücken tut ein Übriges dazu. Die möglichen Folgen können Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen sein.

 

Die Schweizer Wissenschafter raten dem Weihnachtsmann daher, vor dem Geschenkegang seine Fitness und insbesondere die Bein- und Rückenmuskulatur zu trainieren sowie den Sack auf dem Rücken unter einem Gewicht von 20 Kilogramm zu halten – und falls nötig eben zweimal zu gehen. Zusätzlich wird ein kognitives Training empfohlen, um den steigenden mentalen Anforderungen durch verwöhnte und weinerliche Kinder begegnen zu können. www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25766044

 

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