Zitronenmelisse

Foto: Fotolia.de
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Wer Zitronenmelisse im Garten hat, kann sich an ihrem frischen, zitronigen Duft im Vorbeigehen erfreuen. Aber auch in der Küche hat das Kraut seinen Platz verdient, denn Zitronenmelisse ist vielseitig. Mit dem köstlichen Tee lässt sich nicht nur der Nachmittag verbringen , sondern auch ein wunderbares Sorbet bereiten.



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Stimmt Ihr Rhythmus?

Es ist schon einige Jahre her und ereignete sich im Rahmen einer Musikmesse in Graz:

 

Sie, routinierte dunkelhäutige Sängerin, stand gelassen auf der Bühne, begleitet von einem Quintett junger Grazer Musikstudenten. Langsam begann sie, ihr Becken, das der Bezeichnung „feminin“ denkbar gerecht wurde, in Bewegung zu setzen. Es schien mir eine Ewigkeit, bis sie sich auf jenes Tempo eingeschwungen hatte, das sie dem folgenden Song mitgeben wollte. Erst jetzt begann sie, mit den Fingern ihrer rechten Hand im Takt zu schnippen, als Zeichen für die jungen Musiker, dass es nun losgehe.

 

Warum mir diese Anekdote wichtig ist, werden Sie sich vielleicht fragen? Nun, weil Rhythmus und Tempo unser körperliches und seelisches Wohlbefinden wesentlich bestimmen. In der Musik ohnehin, aber nicht nur dort. „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt“, wie Recht sollte doch bereits Platon vor 2.500 Jahren gehabt haben: Alles in uns und um uns herum schwingt. Der Kosmos in seiner Gesamtheit, die Sonnensysteme, unsere Erde kreist mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100.000 Kilometer pro Stunde um die Sonne und wird ihrerseits vom Mond umkreist. Unsere Herzen pulsieren in situativ adaptierten Rhythmen, die Verdauungsmuskulatur ebenso, ja selbst die Hirnhaut unseres zentralen und spinalen Nervensystems hat ihren eigenen Rhythmus. Dass wir nicht nur auf organischer, sondern auch auf zellulärer Ebene „schwingen“, zeigen die Experimente von Gurwitsch, Popp und Hoffmann. Und, um noch eine Stufe tiefer zu gehen, nämlich in den molekularen und atomaren Bereich: Planck und alle Quantenphysiker nach ihm zeigen etwas auf, was für uns in unserer Raum/Zeit-Wahrnehmung kaum vorstellbar ist, nämlich, dass es eigentlich keine Materie gibt, sondern nur eine Art „verdichteter Schwingung“.

 

 

 

Der Mensch ist ein rhythmisches Wesen

 

 

 

Wir sind also eingebettet in ein kontinuierliches Meer von Schwingungen, einerlei, ob Radio-, Mikro-, Radio-, IR-, UV-, Röntgen-, Gamma-, Höhen- oder Gravitationsstrahlung, und all diese Strahlungen aus dem elektromagnetischen Spektrum unseres Universums nehmen wir mit unseren eingeschränkten Sinnen nicht wahr. Aber sie sind da, sie beeinflussen unser Leben, nicht nur auf jener Ebene, auf der wir sie für uns nutzbar gemacht haben. Vor diesem physikalischen Hintergrund sind schamanische Reisen, sufistische Trance-Tänze und indianische Trommelrituale dann plötzlich nicht mehr esoterischer Hokuspokus, sondern angewandte biophysikalische Realität. ––

 

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Zimt weckt Kindheitserinnerungen

Zimt ist etwas für Naschkatzen. Der erdig-holzige, süßliche Geschmack der Zimtrinde passt in Milchreis, Kompotte und Kuchen. Sehr gut harmoniert das Gewürz auch mit Trockenfrüchten. Dahingehend sehr empfehlenswert ist ein süßes Cous-Cous-Gericht mit Trockenobst, Äpfeln, Zimt und Zitronensaft. Eine Prise vom braunen Pulver aromatisiert Schokogetränke und Kaffee. Zimt ist auch Bestandteil vieler arabischer und indischer Gewürzmischungen, ein Hauch Zimt ist ein Gewinn für jeden Lammeintopf.

 

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Griechischer Bergtee schmeckt nach Meer

Manche Dinge sind nicht so einfach, wie sie scheinen. Dazu gehört griechischer Bergtee. Wer nämlich glaubt, diesen würde es nur in Griechenland geben, der irrt. Denn die in ihrem Aussehen dem Salbei ähnelnde Pflanze wird hauptsächlich in der Türkei angebaut. Doch bevor man in politische Diskussionen über die Namensgebung gerät, sollte man ihn einfach mal probieren und entscheiden, ob man sich dieser Frage wirklich näher widmen oder den griechischen Bergtee einfach nur genießen möchte. Der köstlich milde Geschmack spricht nämlich für Letzteres.


Um sich einen feinen Bergtee zuzubereiten, zerbricht man die Blätter und Blüten tragenden ganzen Stängel und übergießt sie mit heißem Wasser. Dem süßen Duft des gelben, mild-würzigen, leicht zitronigen Tees, der einem sofort entgegenströmt, kann man nicht lange widerstehen. Griechischer Bergtee schmeckt auch im Sommer, kalt getrunken und mit Fruchtsaft vermischt, köstlich.

 

Griechischer Bergtee ist keine Kräutermischung, wie manche meinen, sondern eine wild wachsende Salbeiart mit weißfilzigen Blättern, die zur Familie der Lippenblütler gehört. Die Blätter dem Salbei sehr ähnlich, sodass die beiden Pflanzen oft verwechselt werden, obwohl sie sich im Geschmack wesentlich unterscheiden.

 

Neben dem Hauptanbaugebiet in der Türkei wird griechischer Bergtee in anderen mediterranen Ländern wie Spanien und Griechenland angebaut. Das ätherische Öl des Lippenblütlers enthält Mono- und Dipertene, Pseudo-Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Insgesamt sind über 100 Arten von Griechischem Bergtee bekannt, die nicht kultiviert und oft von Bauern oder Hirten im Freien gepflückt werden.


Griechischer Bergtee wirkt stimulierend und entkrampfend, weshalb er bei Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfen verwendet wird. Außerdem ist er entgiftend und beugt Erkältungen und Grippe vor. Durch seine Eigenschaften ist er ein wunderbarer Abendtee.

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Lapacho – Südamerikas Ginseng

Was der Ginseng für die Chinesen ist Lapacho für die Südamerikaner. In einigen Ländern des Kontinents werden der Rinde des Lapacho-Baumes wahre Wunderkräfte zugesprochen. Dass der Baum und der aus der Rinde zubereitete Tee in unseren Breiten eher unbekannt ist, ist schade, denn er ist es wert, probiert zu werden.

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Bärlauch, der Knoblauch des Frühlings

Während Bärlauch vor einigen Jahren nur bei Wildkräutersammlern bekannt war, kann man sich heute im Frühling kaum mehr davor retten. Ob als Pesto, Suppe oder Aufstrich – Bärlauch ist überall. Will man nur annähernd in sein, bekocht man seine Gäste jedenfalls mit Bärlauch. Doch jeder, der sich nach Frühlingsgefühlen sehnt, muss bemerken, dass abseits der aktuellen Trends an dem Kraut wirklich was dran ist.

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Hafer, oder: wie aus Müsli Tee wird

Haferschleim, Flocken und Müsli sind die ersten Assoziationen, die Hafer hervorruft. Der mitunter köstliche Geschmack dieser Morgenmahlzeiten soll hier auch keinesfalls infrage gestellt werden. Hinsichtlich einer Erweiterung des Geschmackshorizonts soll jedoch auf den feinen, milden, äußerst wirkungsvollen Hafertee hingewiesen werden, der unbedingt probiert werden sollte. Der nicht zuletzt auch reinigende und entgiftende Wirkung hat.

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Johanniskraut - für kalte Wintertage

Am x-ten grauen Wintertag ohne Sonneneinstrahlung kommt unweigerlich ein Gefühl der Antriebslosigkeit, Trübsinnigkeit und Müdigkeit auf. Wer kennt das nicht? Johanniskrauttee wirkt dagegen wahre Wunder und hilft, den inneren Frohsinn wiederzufinden. Mit dem Kraut kann auch ein Öl für Kuren zum Einnehmen zubereitet werden. Bademäuse können sich auch ein wohltuendes Bad mit Johanniskraut bereiten: Das Kraut einfach über Nacht in einem Kübel kaltem Wasser einweichen, das Wasser am Morgen zum Kochen bringen, ins Badewasser gießen, sich hineinlegen und die Augen schließen.

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Ringelblume - kraftvolle Blümchen

Wunderschön sehen sie aus, die gelb-orangen Blümchen. Dennoch entzweien sie die Geister. Der Geschmack des Blümchen-Tees ist nicht jedermanns Sache. Wer sich zu den Blümchen-Tee-Verweigerern zählt, kann Ringelblumen jedoch anderweitig verwenden und zum Beispiel darin baden, eine sehr wirksame Salbe daraus machen oder sich ein Blümchen – Mundwasser zubereiten.

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Zitronenmelisse erfreut das Herz

Wer Zitronenmelisse im Garten hat, kann sich an ihrem frischen, zitronigen Duft im Vorbeigehen freuen. Aber auch in der Küche hat das Kraut seinen Platz verdient. Denn Zitronenmelisse ist vielseitig. Mit dem köstlichen Tee lässt sich nicht nur der Nachmittag verbringen, sondern auch ein wunderbares Sorbet bereiten. Die zackigen Blätter des Krauts passen gut in Erfrischungsgetränke.

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Kleinblütiges Weidenröschen, ein blumiger Blitzableiter

Die Geschichte des Weidenröschens steckt voller Zauber und Mysterien: Während sich die Schamanen Heilkräfte vom Rauchen der Blätter versprachen, wurde das Weidenröschen in Europa lange Zeit dazu benutzt, die Kraft von Blitzen abzuleiten.

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Rosenblüten: süß, sinnlich und voller Liebe

 

Liebende schenken einander Rosen. Nichts verkörpert die Liebesbotschaft besser als die zarten, sinnlichen und gleichzeitig kraftvollen Rosenblüten. Wer einfallsreicher in Sachen Liebesgeschenke sein möchte, kann versuchen, seine Liebste mit – selbst gemachter – Rosenmarmelade zu erfreuen.

 

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Brennnessel: eine köstliche Gefahr

Brennnesselblätter sind zart und schmecken ähnlich wie Spinat, allerdings würziger und aromatischer. Mit den frischen Blättern lässt sich im Frühling eine sehr fein schmeckende Suppe kochen. Wie Spinat können die Brennnesselblätter auch gedünstet als Gemüse gegessen werden.

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Löwenzahn: Das Pusteblume-Kraut

Wer die Pusteblume nicht schon unzählige Male seinen Freunden ins Gesicht geblasen hat oder sich die weißen Flausen von genervten Eltern hat entfernen lassen, hat etwas verpasst..

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Bertram, die Hildegard-Würze

Diese Frau hatte sehr entschiedene Ansichten: Hildegard von Bingen, Nonne, Klostergründerin, Schriftstellerin und Heilkundige des Mittelalters. Im 12. Jahrhundert beobachtete sie die Natur und den Menschen sehr genau. Sie befasste sich mit seinen Erkrankungen und dem, womit man sie heilen konnte...

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Bockshornklee, die Curry-Energie

Kein Curry ohne Bockshornklee. So sehen es zumindest die Inder, und deshalb ist Bockshornklee in der Küche des Subkontinents so beliebt. Das bittere Aroma der Bockshornklee-Samen erinnert an Sellerie und Liebstöckel und würzt indische Chappatis und Naans (indische Brotarten) so wie Chutneys und ist Bestandteil verschiedener Currymischungen.

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Ingwer - Gewürz für Kaltfüßler

Johannes Gutmann
Johannes Gutmann

 

Wer den Erdball von seiner Küche aus gerne kulinarisch bereist, kommt schwer ohne Ingwer aus. Sein wärmendes Aroma mit erfrischenden, holzigen Noten und zitronigen Anklängen gehört in unzählige Gerichte der Küchen Asiens, Lateinamerikas, der Karibik und Afrikas. Seit einigen Jahren ist das weltweit beliebte Gewürz aber auch in Europa in aller Munde. Mit Ingwer können außerdem winterlich-wärmende Tees aufgegossen werden, die mit Honig und ein wenig Zitrone ausgesprochen köstlich sind.

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Thymian - der Duft Kretas

Bei so manchem Kretaverliebten vermag Thymian Urlaubsassoziationen auszulösen. Der erdig-pfeffrige Geschmack hat Noten von Anis, Minze und Kampfer und gibt mediterranen Speisen ihren Charakter.

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