Gesunde Rezepte in der Lebensweise Okt/Nov 2016

Hochsaison für fleischlose Produkte

Die Zahl der Österreicherinnen und Österreich, die sich fleischlos ernähren, steigt ständig. Derzeit geht man von etwa einer Million Menschen aus. Grund genug auch für Supermarktketten, sich dieses Kundenpotenzial zu sichern. Die Zahl der fleischlosen Produkte in den Regalen wird von Monat zu Monat größer.

 

Tofu, Obst und Gemüse statt Steak, Braten und Wurst: Die Zahl der Vegetarier in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts IFES errechnete für das Jahr 2013 neun Prozent Vegetarier – mit stark steigender Tendenz. Zwar liegen noch keine aktuelleren Studienergebnisse vor, doch dürften sich Schätzungen von Ernährungswissenschaftern zufolge heute bereits an die zwölf Prozent der heimischen Bevölkerung fleischlos ernähren. Das sind etwa eine Millionen Menschen. Zum Vergleich: Das EU-Eurobarometer wies für das Jahr 2005 noch lediglich drei Prozent Vegetarier in Österreich aus – das waren damals rund 240.000 Menschen.

 

Mit diesem gewaltigen Anstieg von annähernd 400 Prozent in nur zehn Jahren hat sich auch der Anteil an Veganern vervielfacht, also jener Menschen, die auf sämtliche tierische Produkte wie auch Milch und Eier verzichten. Laut Schätzungen der Österreichischen Veganen Gesellschaft dürften sich heute mehr als 100.000 Menschen in Österreich vegan ernähren. Sowohl für die vegetarische als auch für die vegane Gruppe gilt dabei: Die Qualität muss einwandfrei sein, biologisch angebaute Lebensmittel werden immer mehr bevorzugt.

 

Mehr dazu in der Ausgabe Oktober/November/2015

So ungesund ist Fleischkonsum wirklich

Ob Dinge giftig sind oder nicht, entscheidet oft die Dosis, erkannte bereits vor Hunderten Jahren der Mediziner Paracelsus. Beim hohen Konsum von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln zeigt sich laut neuesten Studien noch etwas: die industrielle Produktion lässt nicht nur den Einsatz von Medikamenten in der Tiermast steigen, sondern auch die Qualität massiv sinken.

 

Für den amerikanischen Wissenschafter T.C. Campbell ist die Antwort genauso klar wie für den Ganzheitsmediziner Ruediger Dahlke: Fleischkonsum sei ungesund. Der Biochemiker Campbell geht davon aus, dass tierische Produkte die meisten Giftstoffe enthalten und großen Anteil an der Entstehung zahlreicher Krankheiten haben, sagt er im Gespräch mit der Lebensweise. Tatsächlich haben amerikanische Wissenschafter bereits vor einigen Jahren in der Analyse von Milch 20 pharmakologisch aktive Substanzen gefunden...

 

Mehr dazu in der Ausgabe Oktober/November/2015

Machen uns vegetarische und vegane Ernährung gesünder?

Es wird viel diskutiert über das Thema „Vegetarische oder tierische Ernährung“. Einiges davon auf sachlicher Ebene, vieles auch emotional und halbwissend. Aufhorchen ließ eine Publikation der MedUni Graz Ende 2013/Anfang 2014: Eine Datenauswertung von immerhin 1320 Personen ergab für die Gruppe der Vegetarier häufiger Allergien, psychisch-mentale Leistungsstörungen und sogar Krebserkrankungen. Verständlich, dass sich die Publikumsmedien interessiert zeigten, waren die Ergebnisse doch gut für Schlagzeilen. Die Salzburger Nachrichten etwa betitelten die Story mit „Studie: Vegetarier bekommen öfter Krebs als Fleischesser“ – ohne Fragezeichen am Ende des Slogans. Nun, ein Jahr später, hat sich die Aufregung wieder gelegt. Die Autoren sind in der Zwischenzeit zurückgerudert, was Studiendesign und Interpretation betrifft. Kritikpunkt: Man hatte die Häufigkeit der erfassten Erkrankungen fälschlicherweise mit „Inzidenz“ bezeichnet.

 

Mehr dazu in der Ausgabe August/September/2015

 

Von wegen Freiheit

Die Zahl der Menschen mit Allergien und Lebensmittel-Unverträglichkeiten steigt. Neben genetischen Faktoren machen Wissenschafter auch Umwelteinflüsse dafür verantwortlich. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und Sensibilisierungs-Therapien wirken dem Leiden entgegen. Aber auch die die Homöopathie kann dabei helfen, die Symptome zu lindern. Völlige Heilung ist hingegen unwahrscheinlich.

 

Laktosefrei, glutenfrei, ohne Ei oder gleich ganz ohne tierische Inhaltsstoffe: Die Bio-Branche bietet immer mehr Produkte für besondere Zielgruppen, hier insbesondere für Menschen mit Lebensmittel-Allergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkieten an. Hatte sich dieser Trend bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet, so war er auf der weltweit größten Öko-Messe

„Biofach“ in Nürnberg heuer nicht mehr zu übersehen. Was auch nicht verwundert, denn jüngste Zahlen zeigen einen eindeutigen Trend: Die Freiheit bei der Auswahl der Nahrungsmittel sinkt, immer mehr Menschen reagieren leidvoll auf immer mehr Inhaltsstoffe im Essen. Der Vorteil des derzeitigen Trends in der Bio-Branche für die Betroffenen: Die Zeiten, in denen sie auf trockenen Reiswaffeln herumkauen mussten, sind endgültig vorbei. Ob Paprika-Chips aus Kürbis und Süßkartoffel, Kichererbsenragout mit Mandel- Reis oder Couscousmüsli mit Apfel, Zimt und Hanf - die Auswahl ist inzwischen riesig. Das Thema „Frei von“-Lebensmittel hat aber nicht nur die Bio-Branche erfasst. Während vor allen in den kleineren Bioläden eher die Ersatzprodukte zu haben sind, bieten Supermarktketten inzwischen völlig selbstverständlich glutenfreie Brötchen und laktosefreie Mascarpone an.

 

Mehr dazu in der Ausgabe August/September/2015

Ganzheitliche Tipps bei Intolleranzen