Homöopathische Mittel für die Reiseapotheke

 

Wer mit kleinen Kindern reist, sollte für den Fall der Fälle vorbereitet sein. Denn auch im Urlaub lauern alle möglichen Viren und Bakterien, die den Schützlingen und ihren Eltern die schönste Zeit des Jahres gründlich vermiesen können. Daher sollten Eltern vorsorgen und zumindest eine kleine Reiseapotheke mitnehmen, rät die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM). Viele Apotheken bieten eigene Zusammenstellungen an, die die häufigsten Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Sonnenbrand oder Insektenstiche berücksichtigen. Die ÖGHM empfiehlt als Grundausstattung zehn homöopathische Arzneien, am besten in Potenz C12: 

 

Aconit (Eisenhut). Erstes Mittel bei plötzlich auftretenden Infekten infolge von kaltem Wind, Wetterumschwung, kalten Füßen. Aconit ist aber auch ein bewährtes Akutmittel bei Schreck, Schock, Unruhe, Angst.

Apis (Bienengift). Erprobt bei Insektenstichen, aber auch bei Quallenkontakt. Ebenso bei Hals- und Ohrenschmerzen, die brennen und stechen, kalte Umschläge bessern.

Arnica. Erstes Mittel bei jeder Verletzung oder Blutung, Verstauchung, Quetschung. Desinfektionsspray, Pflaster und Arnica sollten in jeden Radfahr- oder Wanderrucksack.

Arsenicum Album (Arsen). Bewährt bei Reisedurchfall. 

Bryonia (Zaunrübe). Gegen Hexenschuss und Kreuzschmerzen im Urlaub. Ebenso bei trockenem Husten mit stechenden Schmerzen.

Cantharis (Spanische Fliege). Akutmittel bei Blasenentzündung. Cantharis hilft aber auch bei akuter Verbrennung mit Blasenbildung und Insektenstichen, die brennen und jucken.

Belladonna (Tollkirsche). Hilft bei Sonnenstich, ebenso bei Sommergrippe mit Halsweh, trockenem Husten, pochenden Kopfschmerzen.

Cocculus (Kokkelskörner). Hilfe für Kinder und Erwachsene, denen beim Autofahren leicht schlecht wird; Reisekrankheit und Seekrankheit mit Schwindelgefühl.

Dulcamara (Bittersüß). Bei Problemen, durch Klimaanlagen verursacht, wie etwa Ohrenschmerzen und Neuralgien durch Zugluft. Auch bewährt bei Blasenentzündung als Folge von nassem Badeanzug.

Ferrum Phosphoricum (Eisenphosphat). Ohrenentzündung; leichtes Fieber mit wenig Schweiß, wellenförmige Beschwerden; häufiges Nasenbluten.

Hepar Sulfuris (Kalkschwefelleber). Entzündung mit oberflächlicher Eiterung etwa nach Verletzung. Stechende Schmerzen im Hals, große Kälte- und Zugluftempfindlichkeit.

Ledum (Sumpfporst). Bei Insektenstichen aber auch nach anderen Stich- und Schnittverletzungen, die sich entzünden, sowie nach Verstauchungen, bei denen Kälte und Hochlagern gut tut.

Nux Vomica (Brechnuss). Mittel gegen Jetlag. Gutes Katermittel, nach zu viel Essen, Alkohol, Rauchen, langem Aufbleiben. Ebenso bei grippalem Infekt mit verstopfter Nase, trockenem Hüsteln sowie mit krampfhaften Magen- und Darmbeschwerden.

Rhus Toxicodendron (Giftsumach). Folge von Verrenken, Verheben, körperlicher Überanstrengung oft gepaart mit Durchnässung (Schweiß) und Abkühlung: Hexenschuss, Gliederschmerzen. Mittel auch bei brennenden Hautausschlägen: Herpes, Fieberbläschen und mehr.

Veratrum Album (weißer Gerner). Brechdurchfall mit kaltem Stirnschweiß, großem Durst. Schwindel, Kollapsneigung.

 

Infos über Dosierung und Einnahme in allen homöopathisch ausgerichteten Apotheken und Arztpraxen. Mehr auch unter www.homoeopathie.at.